In Graz tut sich was! Ein neues Großprojekt steht vor der Tür: Der Stadtteilpark in der Daungasse. Mit einem geplanten Budget von 2 Millionen Euro, das bereits vom Gemeinderat beschlossen wurde, soll hier eine grüne Oase entstehen. Die Abteilung für Grünraum und Gewässer hat bereits einen ersten Gestaltungsentwurf präsentiert und die Bürger sind eingeladen, aktiv am Prozess teilzuhaben. Beim ersten Bürgerdialog zeigten rund 70 Bürger großes Interesse und konnten Fragen stellen sowie ihre Vorschläge einbringen. Das ist doch wirklich ein Zeichen für gelebte Mitbestimmung!
Ein spannendes Element dieses Projekts ist die gemeinsame Begehung der Fläche, die den Bürgern die Möglichkeit gibt, sich vor Ort ein Bild von der geplanten Parkfläche von etwa 11.500 Quadratmetern zu machen. Direkt neben der neuen Remise in der Daungasse wird der Park nicht nur ein Ort der Erholung, sondern auch ein Treffpunkt für sportliche Aktivitäten und naturnahe Erlebnisse. Geplant sind ein inklusiver Spielplatz, Sport- und Bewegungsflächen sowie grüne Rückzugsorte, die zum Verweilen einladen.
Neue Wege für Graz
Ein weiteres Highlight: Es wird eine neue Radwegeverbindung zwischen der Eggenberger Straße und der Daungasse geschaffen. Damit wird nicht nur die aktive Mobilität gefördert, sondern auch der Zugang zur Naherholung erleichtert. Ziel ist es, Menschen zu motivieren, mehr mit dem Rad zu fahren und gleichzeitig die Natur zu genießen. Der Bürgerdialog ist zudem der Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen rund um das Projekt, die das Engagement der Grazer Bürger weiter stärken sollen.
Ein wichtiger Punkt, der nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die Freiraumstudie, die im Sommer 2025 durchgeführt wird. Diese dient dazu, Nutzungsmöglichkeiten sowie die Grobkosten zu prüfen. Dabei werden grundlegende Rahmenbedingungen wie der Erhalt bestehender Bäume und wichtige Wegeführungen berücksichtigt. Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses sollen bereits im Juni vorgestellt werden, und die finale Planung ist für das dritte Quartal 2026 vorgesehen. Es bleibt also spannend!
Die Beteiligung der Bürgerschaft ist ein zentrales Element in der Stadtplanung und Stadtentwicklung. Sie ist nicht nur ein Teil der kommunalen Praxis, sondern auch ein Ausdruck der demokratischen Kultur in Städten. Es gibt keine universelle Blaupause für erfolgreiche Partizipation; vielmehr muss diese direkt vor Ort entwickelt werden. Ein gemeinsames Verständnis im Umgang miteinander ist dabei unerlässlich. Eine lebendige Beteiligungskultur muss von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft getragen werden. Diese Herausforderungen, die Megatrends und lokale Entwicklungen mit sich bringen, erfordern schnelle und rechtssichere Entscheidungen, die Teil einer gesamtstädtischen Strategie sind. Die enge Einbindung der Bürgerschaft ist für diese Entscheidungen unerlässlich und wird in der Handreichung zur Weiterentwicklung der Beteiligungskultur betont hier.
