Die bevorstehenden Wahlen am 28. Juni werfen ihre Schatten voraus und viele Erst- sowie erfahrene Wähler in Graz suchen nach Orientierung. In Zeiten, in denen politische Entscheidungen oft komplex und undurchsichtig erscheinen, hat die Kleine Zeitung eine innovative Lösung parat: den WahlSwiper. Dieses interaktive Tool wurde in Zusammenarbeit mit dem Nonprofit-Verein VoteSwiper und der Politikwissenschaftlerin Kathrin Stainer-Hämmerle entwickelt, um Wähler auf eine informative Weise zu unterstützen – ohne dabei eine Wahlempfehlung abzugeben.
Der WahlSwiper ermöglicht es den Nutzern, 37 Fragen zu aktuellen politischen Themen online zu beantworten. Die Fragen, die gewichtet werden können, reflektieren die persönlichen Prioritäten der Wähler. Am Ende erhalten die Nutzer eine Prozentzahl, die zeigt, wie sehr ihre Ansichten mit denen der Parteien übereinstimmen. Themen wie Stadionausbau, Deutschkenntnisse im Gemeindebau, Autoparkplätze und öffentliche Grillplätze stehen dabei im Fokus. Und für all jene, die gerne tiefer in die Materie eintauchen möchten, gibt es Erklärvideos, die Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Fragen bieten.
Ein Tool für alle
Ein besonderes Merkmal des WahlSwipers ist die klare Forderung an die Parteien, sich eindeutig zu positionieren. „Ja“ oder „Nein“ – mehr Spielraum bleibt nicht. Dies sorgt für Transparenz und lässt die Wähler die Unterschiede zwischen den Parteien klar erkennen. Während etablierte Parteien oft mit größeren Wahlkampfbudgets von bis zu 400.000 Euro aufwarten, haben kleinere Listen eine gleichberechtigte Plattform, um sich zu präsentieren.
Doch der WahlSwiper ist nicht nur auf Österreich beschränkt. Es handelt sich um eine mobile App, die auch in Deutschland und anderen europäischen Nachbarländern genutzt werden kann. Entwickelt von jungen Menschen für andere junge Menschen, bietet sie die Möglichkeit, die Positionen der Parteien zu aktuellen Themen schnell und unkompliziert zu vergleichen. Mit einfachen Ja-Nein-Fragen finden Nutzer heraus, welche Partei am besten zu ihnen passt. Und das Beste: Man kann auch Wahlen aus der Vergangenheit „spielen“. Die App ist sowohl für Desktop- als auch für mobile Geräte verfügbar.
Vergleich mit anderen Tools
Ähnlich wie der Wahl-O-Mat, ein weiteres bekanntes Tool, das Nutzern hilft, politische Positionen zu vergleichen, ist der WahlSwiper ein wertvolles Informationsangebot. Der Wahl-O-Mat, der bereits vor über 20 Jahren ins Leben gerufen wurde, ermöglicht es den Nutzern, 38 Thesen zu bewerten und somit die Übereinstimmung mit den Parteien zu ermitteln. Auch hier haben die meisten Nutzer bereits eine Entscheidung getroffen, bevor sie das Tool nutzen – sie möchten ihre Standpunkte überprüfen und vertiefen.
Beide Tools, der WahlSwiper und der Wahl-O-Mat, haben das gemeinsame Ziel, Wähler zu informieren und sie in den politischen Diskurs einzubeziehen. Über 90 Prozent der Wahl-O-Mat-Nutzer empfinden die Nutzung als unterhaltsam und motivierend, und das ist auch beim WahlSwiper zu erwarten. In einer Zeit, in der Engagement und informierte Entscheidungen wichtiger denn je sind, bieten diese Plattformen wertvolle Unterstützung für alle Wähler.
