Fürstenfeld als Vorreiter in der Stadtentwicklung und nachhaltigen Energieversorgung
In Ligist fand kürzlich die Ortskernakademie des Landes Steiermark statt, und die Resonanz war überwältigend. Über 120 Teilnehmende versammelten sich, um gemeinsam über die Stärkung von Stadt- und Ortskernen zu diskutieren. Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Stadt Fürstenfeld gelegt, die als „Best Practice“-Beispiel in der Stadtkernentwicklung hervorgehoben wurde. Bürgermeister Franz Jost stellte Fürstenfeld als starkes regionales Zentrum vor, das in einer Region mit 100.000 Einwohnern im Radius von 30 Kilometern liegt.
Fürstenfeld hat sich nicht nur als Standort für Tourismus bewährt, sondern ist auch das Zentrum von vier Thermen, die insgesamt 1,3 Millionen Nächtigungen verzeichnen. Das ist eine beeindruckende Zahl! Rund 30% des Umsatzes der Innenstadt stammen von Thermengästen, was die Bedeutung dieser Besucher für die lokale Wirtschaft unterstreicht. Um diese Erfolge weiter auszubauen, hat die Stadt einen Masterplan für die Stadtentwicklung entwickelt, der auf drei Säulen basiert. Dazu gehören der Ausbau der Ökoenergie-Eigenproduktion, eine klimafitte Adaption der Innenstadt sowie die Entwicklung der Innenstadt entlang klar definierter Zonen.
Der Masterplan für die Stadtentwicklung
Die Ziele des Masterplans sind ambitioniert: Weniger als 10% Leerstand in der Innenstadt, mehr als 3.300 Thermengäste pro Tag und ein jährlicher Umsatz von 200 Millionen Euro. Diese Zahlen sind nicht einfach Zahlen – sie stehen für das wirtschaftliche Leben und die Vitalität von Fürstenfeld. Während in der Nachbargemeinde Pöllauberg bereits zahlreiche Projekte umgesetzt wurden, bleibt dort noch Handlungsbedarf. Die geplanten Maßnahmen in Pöllauberg, wie ein Dorferneuerungskonzept und der Breitbandausbau, zeigen die Richtung, in die es gehen soll: Junge Familien sollen gestärkt werden.
Doch die Stadt Fürstenfeld ruht sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Die ökologische und ökonomische Entwicklung wird als komplementär angesehen. Die Stadt verfolgt ehrgeizige Ziele in der Nutzung erneuerbarer Energien, um sowohl die Decarbonisierung als auch die Energieautarkie voranzutreiben. Ein klar definiertes Ziel ist der Aufbau hochqualifizierter Arbeitsplätze in der Umwelttechnologie, während gleichzeitig die Selbstversorgung der Thermenhauptstadt mit erneuerbaren Energiequellen angestrebt wird. Dabei wird auch Augenmerk auf faire Energiepreise für die Bewohner*innen gelegt.
Investitionen in die Zukunft
Die Stadtwerke Fürstenfeld und die Fürstenfelder Ökoenergie GmbH investieren in zukunftsweisende Projekte. Darunter fällt Europas größte Holzvergaseranlage, die sowohl thermische als auch elektrische Energie erzeugt. Zudem sind umfassende Photovoltaik-Projekte in Planung, um die elektrische Energieversorgung zu verbessern. Ein weiteres wichtiges Vorhaben ist der Ausbau des Fernwärmenetzes, der die Ersetzung von Erdgas durch thermisch erneuerbare Energieträger für Haushalte, Unternehmen und öffentliche Institutionen vorsieht.
In einer Zeit, in der die Ansiedlung neuer Unternehmen, wie zum Beispiel der NorthVolt-Gigafactory, neue Chancen, aber auch Herausforderungen mit sich bringt, wird die Notwendigkeit einer engen Verzahnung von Regionalentwicklung und Regionalplanung immer deutlicher. Die Transformation des Energiesystems erfordert innovative Ansätze, um die lokale Wertschöpfung aus erneuerbaren Energien zu steigern. Der Weg ist weit, doch die ersten Schritte sind bereits getan.
Fürstenfeld hat großes Potenzial, nicht nur als Thermenhauptstadt, sondern auch als innovativer Standort der Zukunft. Die Herausforderungen sind bekannt, und mit einem klaren Masterplan sowie einem engagierten Team wird die Stadt weiterhin auf Erfolgskurs bleiben. Die kommenden Jahre werden entscheidend dafür sein, wie sich die Region entwickeln wird – und Fürstenfeld könnte dabei eine Vorreiterrolle einnehmen.
Für weitere Informationen über die Entwicklungen in Fürstenfeld besuchen Sie bitte die Quelle.
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