Heute ist der 30.04.2026, und in Hartberg-Fürstenfeld gibt es Neuigkeiten, die Hoffnung und Freude verbreiten! Patrick Almbauer und Gerlinde Plank, zwei engagierte Steirer, zeigen, wie Inklusion wirklich gelebt werden kann. Beide wurden von der Lebenshilfe Hartberg begleitet und haben die Chance genutzt, durch Praktika wertvolle Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln. Patrick unterstützte das Team des Bauhofs der Marktgemeinde Neudau bei der Gestaltung öffentlicher Grünflächen, während Gerlinde praktische Kenntnisse in der Küche und im Service bei der Volkshilfe in Neudau erwarb. Ein tolles Beispiel dafür, wie wichtig solche Gelegenheiten sind, um Einblicke in reale Arbeitssituationen zu gewinnen und neue berufliche Perspektiven zu entwickeln.
Am 5. Mai 2026 wird der Tag der Inklusion gefeiert. Ein perfekter Anlass, um die Bedeutung der Teilhabe an der Arbeitswelt für Menschen mit Behinderung zu verdeutlichen. Das Angebot „Teilhabe an der Beschäftigung in der Arbeitswelt (TaB)“ spielt dabei eine zentrale Rolle. Es unterstützt Menschen mit Behinderung individuell in ihrem Beschäftigungsweg. Im Fokus stehen Orientierung, Entwicklung und das Lernen im eigenen Tempo. Praktika, wie die von Patrick und Gerlinde, sind ein zentrales Element dieses Programms, um Interessen zu klären und verschiedene Tätigkeitsfelder kennenzulernen. Besonders hervorzuheben ist, dass diese Praktika vor allem in regionalen Betrieben stattfinden, was die Integration in die Gemeinschaft fördert.
Inklusion im Arbeitsleben
Die Lebenshilfe Hartberg führt jährlich rund 300 Praktikumstage durch. Ziel ist es, Brücken zwischen Förderung und Arbeitswelt zu bauen – gemeindenah und individuell begleitet. Das ist nicht nur für die Praktikanten wichtig, sondern auch für die Gesellschaft. Denn je mehr Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt integriert werden, desto mehr profitieren alle. Es braucht jedoch auch strukturelle Veränderungen. Die Lebenshilfe fordert eine Reform der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, um einen inklusiven Arbeitsmarkt zu schaffen und gerechte Entlohnung für Menschen mit Behinderung in Werkstätten zu gewährleisten.
Ein neues Positionspapier, das nach einem einjährigen Diskussionsprozess am 16. September 2022 verabschiedet wurde, skizziert neun Kriterien für diese Reform. Dazu gehören unter anderem die Schaffung eines inklusiven Arbeitsmarktes, die Stärkung von Bildung und Ausbildung sowie die Unabhängigkeit von Grundsicherungsleistungen. Diese Forderungen sind besonders wichtig, da viele Werkstattbeschäftigte trotz Vollzeitarbeit auf Grundsicherung angewiesen sind. Das muss sich ändern!
Wie geht es weiter?
Ein Abschlussbericht einer Studie, die im September 2023 veröffentlicht wurde, beleuchtet die Arbeitsmarktsituation für Menschen mit Behinderung. Kritisiert wird unter anderem die Bezahlung in Werkstätten. Ein transparentes Entgeltsystem wird gefordert, das gerechte Entlohnung für alle sicherstellt. Modelle zur Weiterentwicklung des WfbM-Entgelts werden diskutiert, darunter Basisgeld und subventionierte Mindestlöhne. Hier gibt es also noch viel zu tun, um die Bedingungen für Menschen mit Behinderung auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
In Neudau und Umgebung wird bereits aktiv daran gearbeitet, Inklusion zu leben. Patrick und Gerlinde sind nur zwei von vielen, die zeigen, dass es möglich ist, den Weg in die Arbeitswelt zu finden. Ein Weg, der nicht nur für sie, sondern für uns alle bereichernd ist!
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