Die vergangene Zeit war für viele Steirerinnen und Steirer nicht gerade einfach, wenn es um die Themen Wohnbau und Sanierungen geht. Ein abrupt einsetzender Förderstopp im letzten Jahr sorgte für viel Wirbel und Unsicherheit. Am 31. März 2025 wurden mehrere Programme der steirischen Wohnraumoffensive ohne Vorwarnung eingestellt. Betroffen waren unter anderem die „kleine energetische Sanierung“, der Heizungstausch sowie die Förderungen für Jungfamilien und Eigenheime. Der Grund für diesen Stopp war die hohe Nachfrage bei gleichzeitig begrenzten Budgetmitteln. Man könnte sagen, das war ein ziemlicher Schock für all diejenigen, die bereits Projekte geplant oder begonnen hatten. Vertrauen in die Förderstruktur? Das hat stark gelitten.

Wohnbaulandesrätin Simone Schmiedtbauer bezeichnete den Stopp als „schmerzhaft, aber notwendig“. Im Frühjahr 2025 erhielten betroffene Personen, die förderfähige Sanierungsmaßnahmen beauftragt hatten, immerhin 15 % der Investitionssumme gefördert. Die zur Verfügung stehenden Mittel in Höhe von 9,8 Millionen Euro waren jedoch schnell aufgebraucht. Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels: Ab März 2026 werden die Eigenheimförderungen und die „Große Eigenheim-Sanierung“ wieder möglich sein. Das klingt doch schon mal gut, oder?

Der neue Sanierungspass ab Juni 2026

Ab dem 1. Juni 2026 wird ein neuer „Sanierungspass“ eingeführt, der die bisherigen Förderschienen „kleine Sanierung“ und „umfassende energetische Sanierung“ zusammenführt. Der Sanierungspass ist ein flexibles Baukastensystem, das die Kombination von bis zu vier thermischen Sanierungsmaßnahmen ermöglicht. Hierbei können Dinge wie Fenstertausch oder Dämmungsmaßnahmen kombiniert werden. Die Fördersätze steigen stufenweise von 10 % bis maximal 30 %. Also, je mehr Maßnahmen man umsetzt, desto mehr Geld gibt es zurück. Aber aufgepasst: Die Antragstellung erfordert eine Registrierung vor Baubeginn und die Einreichung eines Kostenvoranschlags.

Ein öffentlicher Förderticker auf der Wohnbau-Website wird künftig die verfügbaren Mittel transparent anzeigen. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Unsicherheit der letzten Jahre zu verringern. Und für diejenigen, die vom Förderstopp im Jahr 2025 betroffen waren, gibt es ab dem 1. April 2026 die Möglichkeit, den Steirischen Sanierungsbonus mit einem pauschalen Fördersatz von 15 % zu beantragen. Die Antragsfrist endet am 15. Mai 2026. Ein kleiner Lichtblick, der hoffentlich viele dazu motiviert, ihre Projekte endlich umzusetzen!

Eigenheimförderung und zukünftige Förderungen

Die Eigenheimförderung wird ab März 2026 ebenfalls reformiert. Wer ein neues Zuhause plant, kann bis zu 80.000 Euro als Landesdarlehen erhalten – und das zu einer Verzinsung von unter 1,5 %. Ein kleiner Bonus für Jungfamilien gibt es obendrauf! Die Förderung zielt nicht nur auf den Kauf, sondern auch auf die Sanierung bestehender Eigenheime ab. Außerdem wird der Heizungstausch gefördert, um alte, ineffiziente Heizsysteme durch modernere, umweltfreundlichere Modelle zu ersetzen.

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Die Wohnraumoffensive hat ein Gesamtvolumen von 300 Millionen Euro und soll bis 2026 über 5.500 neue geförderte Wohnungen schaffen. Das ist ein ambitioniertes Vorhaben! Doch wie so oft gibt es auch Kritik. Einige Stimmen bemängeln, dass die Kürzung des maximalen Landesdarlehens von 200.000 auf 80.000 Euro nicht optimal für all jene ist, die eine umfassende Sanierung planen. Die Steiermark hat eine hohe Eigenheimquote von rund 63,9 % und einen signifikanten Sanierungsbedarf, besonders im ländlichen Raum. Das ist ein Thema, das viele betrifft.

Ein Blick in die Geschichte der Wohnbauförderung

Die Förderung des Wohnbaus in der Steiermark hat eine lange Geschichte. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Wohnbau aufgrund der fortschreitenden Industrialisierung und der steigenden Bevölkerung ins Leben gerufen. Die Beschaffung von Wohnraum wurde schnell zu einer sozialen Frage, und staatliche Maßnahmen waren gefragt, um die Wohnsituation zu verbessern. Heute bietet das Land Steiermark eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten an, um die Wohnbedürfnisse der Bevölkerung zu unterstützen. Jährliche statistische Berichte geben Auskunft über die Fördersummen zu Wohnbauten und Objekten. Der aktuelle Bericht über die Wohnbau- und Umweltförderungen 2023 ist online verfügbar und zeigt, dass trotz aller Herausforderungen der Wohnbau in der Steiermark eine wichtige Rolle spielt.

Um mehr über die aktuellen Entwicklungen und Fördermöglichkeiten zu erfahren, können Interessierte die vollständige Quellenlage auf MeinBezirk und Steiermark.biz nachlesen.