Heute ist der 8.05.2026 und in Leibnitz ist die Lage am Arbeitsmarkt alles andere als entspannt. Trotz gewisser Anzeichen einer Konjunkturerholung bleibt die Situation angespannt. Das Arbeitsmarktservice (AMS) meldet, dass die Zahl der beim AMS Leibnitz als arbeitslos oder in Schulungen vorgemerkten Personen gestiegen ist. Besonders betroffen sind Frauen, was natürlich Fragen aufwirft. Ende April 2026 waren insgesamt 2.608 Arbeitslose und 495 Schulungsteilnehmer registriert. Das ist ein Anstieg von 166 Frauen und 11 Männern im Vergleich zum Vorjahr – das macht ein Plus von 7,3 Prozent! Die Arbeitslosenquote in Leibnitz liegt aktuell bei 7,2 Prozent, was über dem Landesschnitt von 6,8 Prozent liegt.
Eine positive Nachricht gibt es allerdings auch: die Anzahl der unselbstständig Beschäftigten ist leicht gestiegen – um 0,3 Prozent seit dem Vorjahr. Und wenn wir einen Blick auf den Stellenmarkt werfen, sehen wir, dass beim AMS Leibnitz insgesamt 723 offene Stellen zur Verfügung stehen, von denen 352 im April neu gemeldet wurden. Diese Stellen sind in verschiedenen Branchen angesiedelt: 332 in der Industrie und im Gewerbe, 201 in der Produktion und 168 in Dienstleistungsberufen. Dennoch zeigt der Lehrstellenmarkt ein bedenkliches Bild: Es gibt weniger Ausbildungsplätze als Lehrstellensuchende, mit 37 offenen Stellen für 47 suchende Lehrlinge. Das ist schon ein bisschen besorgniserregend.
Unterstützung für Unternehmen
Das AMS ist jedoch aktiv, um Unternehmen bei der Personalsuche zu unterstützen. Bis zum 15. Mai werden Berater verschiedene Betriebe im Bezirk Leibnitz besuchen. Dabei wird auch die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) immer wichtiger. Ein Meeting über den Einsatz von KI im Recruiting wird am 9. Juni von AMS und WKO Leibnitz veranstaltet. Hier können Unternehmen und Interessierte mehr darüber erfahren, wie KI die Personalsuche revolutionieren kann. Anmeldungen sind per E-Mail oder telefonisch möglich – eine Gelegenheit, die man nicht verpassen sollte!
Ein herausfordernder Lehrstellenmarkt
Die Situation auf dem Lehrstellenmarkt ist bemerkenswert. Während es auf der einen Seite einen Anstieg der Lehrstellensuchenden gibt, bleibt die Anzahl der verfügbaren Ausbildungsplätze hinter den Erwartungen zurück. Diese Diskrepanz könnte langfristige Auswirkungen auf die zukünftige Fachkräftesicherung haben. Viele junge Menschen suchen verzweifelt nach einer Lehrstelle, während Unternehmen Schwierigkeiten haben, geeignete Kandidaten zu finden. Vielleicht müssen hier neue, kreative Lösungen her, um beide Seiten zusammenzubringen.
Die Lage im Bezirk Leibnitz zeigt, dass trotz der kleinen Lichtblicke in der Beschäftigungssituation zahlreiche Herausforderungen bestehen bleiben. Die betroffenen Frauen und die Jugendlichen auf der Suche nach einer Lehrstelle stehen besonders im Fokus. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Arbeitslosigkeit zu senken und die Beschäftigungschancen zu verbessern. Ein Blick auf die Quelle der Informationen zeigt, dass die Thematik weitreichende Konsequenzen hat und alles andere als trivial ist – mehr dazu findet sich [hier](https://www.meinbezirk.at/leibnitz/c-wirtschaft/arbeitslosigkeit-steigt-im-bezirk-an-frauen-besonders-betroffen_a8627517).