EMERGENCY AID: Rettungskräfte demonstrieren Zusammenarbeit bei 24-Stunden-Übung in Leibnitz
Heute, am 3. Juli 2026, fanden in Leibnitz beeindruckende Szenen statt, die zeigen, wie wichtig die Zusammenarbeit von Rettungskräften ist. Die 24-Stunden-Übung „EMERGENCY AID“ des Bezirksrettungskommandos Leibnitz hat die Fähigkeiten und die Resilienz der Einsatzkräfte auf die Probe gestellt. Die Übung zielt darauf ab, große Schadenslagen realistisch abzubilden und die damit verbundenen Herausforderungen zu bewältigen. Beginnend mit einem schweren Verkehrsunfall eines Militärfahrzeugs auf dem Truppenübungsplatz Straß, wurde schnell klar, dass hier nicht nur ein paar Sanitäter gefragt waren. Zahlreiche Schwerverletzte und eine Vielzahl von Verletzungsmustern erforderten ein strukturiertes und koordiniertes Vorgehen aller Beteiligten.
Es gab während der Übung viele Einsatzlagen, die das Team vor große Herausforderungen stellten. So wurde beispielsweise eine Menschenrettung an der Kogelbergwarte mit der Feuerwehr durchgeführt. Das klingt einfach, aber bei einem Stromausfall und einem Wespenangriff in einer Schule kann schnell das Chaos ausbrechen. Und dann der Massenanfall von Verletzten in der Römerhöhle, verursacht durch einen Drohnenzwischenfall – das ist schon ein ganz anderes Kaliber! Nachts kam es dann zu einem Großeinsatz am Seeufer, wo mehrere Personen bewusstlos waren und CO-Exposition vermutet wurde. Ein Szenario, das kaum realer hätte sein können.
Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen
Die Übung endete am nächsten Morgen, und die enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen wurde dabei besonders betont. Der Rettungsdienst, das Kriseninterventionsteam, das Bundesheer, die Feuerwehr und sogar ein Drohnenteam des Roten Kreuzes Steiermark waren gemeinsam am Werk. Dabei wurde auch die psychosoziale Betreuung in alle Szenarien integriert. Angehörigenbetreuung, Unterstützung unverletzter Betroffener und die Berücksichtigung von Social-Media-Dynamiken spielen heutzutage eine entscheidende Rolle. Modernes Krisenmanagement umfasst eben weit mehr als nur die Versorgung von Patienten – es geht auch um die emotionale Stabilität der Einsatzkräfte.
Solche Übungen stärken nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern auch das Vertrauen zwischen den Organisationen. Es wird deutlich, dass die Herausforderungen, die sich bei realen Einsätzen ergeben, enorm sind. Ein Massenanfall von Verletzten (MANV) ist schließlich kein alltägliches Szenario – und genau hier kommen die besonderen Anforderungen ins Spiel. Laut dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) erfordert ein MANV besondere planerische und organisatorische Maßnahmen. Das betrifft die Bewältigung von thermischen und traumatischen Verletzungen sowie die Dynamik von großen Einsatzlagen.
Die Bedeutung von MANV
Der MANV, wie er im Glossar des BBK definiert ist, kann mit der vorhandenen präklinischen und klinischen Versorgung nicht bewältigt werden. Dabei kann es durchaus zu Ausfällen wichtiger kritischer Infrastrukturen kommen – sei es in Krankenhäusern, der Energieversorgung oder bei Kommunikationswegen. Das ist keine einfache Situation. Daher ist die Entwicklung von Rahmen- und Fähigkeitskonzepten für den MANV von enormer Bedeutung. Zudem wird auch die Resilienz von Krankenhäusern durch entsprechende Konzepte zur Einsatzplanung gestärkt.
Die Übung „EMERGENCY AID“ war also mehr als nur ein Testlauf für die Rettungskräfte in Leibnitz. Sie war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wichtig es ist, auf alles vorbereitet zu sein – und dass es eben nicht nur um Rettung und Versorgung geht, sondern auch um die psychosoziale Unterstützung aller Beteiligten. So bleibt die Frage im Raum: Was wäre passiert, wenn es einen echten MANV gegeben hätte? Derartige Übungen sind entscheidend, um die Einsatzkräfte für den Ernstfall zu wappnen. Die Herausforderungen sind groß, doch die Zusammenarbeit und das Engagement der Helfer sind beeindruckend und machen Hoffnung auf eine gut funktionierende Rettungsinfrastruktur in der Region.
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