Am vergangenen Wochenende begab sich eine Gruppe von Naturbegeisterten in die malerische Südweststeiermark. Genauer gesagt, zum Exkursionsort in Eichberg-Trautenburg, wo eine 15-köpfige Gruppe die faszinierende Artenvielfalt der Trockenwiesen hautnah erleben durfte. Bei herrlichem Wetter gab es jede Menge zu entdecken – und die Teilnehmer waren sichtlich begeistert von der besonderen Flora und Fauna, die ihnen begegnete.

Die Exkursion wurde von Herbert Kerschbaumsteiner geleitet, der den Teilnehmern erklärte, wie Trockenwiesen sich von anderen Wiesenarten unterscheiden. Hier lernten sie nicht nur über die verschiedenen Pflanzenarten, sondern auch über die Pflege des Lebensraums, die für die Erhaltung dieser einzigartigen Ökosysteme unerlässlich ist. Katharina Scheibenhoffer, die Biotopverbund-Managerin, hob die Bedeutung von Trockenwiesen als Kern- und Trittsteinbiotope für die Lebensraumvernetzung hervor. Regelmäßige Pflegemaßnahmen sind notwendig, um die ökologischen Funktionen dieser Flächen aufrechtzuerhalten.

Praktische Hilfe und kulinarische Belohnung

Ein Höhepunkt der Exkursion war der praktische Arbeitseinsatz, bei dem die Teilnehmer eine große Anzahl an Adlerfarnen entfernten, die sich ungebremst vom Wald auf die Trockenwiese drängten. Es war eine schweißtreibende, aber auch erfüllende Aufgabe, die das Gemeinschaftsgefühl stärkte. Nach getaner Arbeit wartete eine kleine Jause, die von den Betreuern der Naturschutzfläche bereitgestellt wurde. Schließlich gibt es kaum etwas Besseres, als sich nach einem arbeitsreichen Tag mit gesunden, regionalen Snacks zu stärken!

Das Biotopverbund-Management der Regionalmanagement Südweststeiermark GmbH kümmert sich nicht nur um den Erhalt, sondern auch um die Neuschaffung von Biotopen. Ihre Arbeit ist von großer Bedeutung, denn jeder kann zum Biotopverbund beitragen – egal ob Verein, Privatperson, Unternehmen oder Gemeinde. Man könnte fast sagen, dass jeder einen kleinen Beitrag leisten kann, um die Natur zu bewahren.

Grüne Infrastruktur und ihre Bedeutung

Das Konzept der Grünen Infrastruktur ist nicht nur in Österreich von Bedeutung. Es umfasst Biotopverbunde, Lebensraumnetze und Korridore, die über nationale Grenzen hinweg wirken. In Deutschland zeigt eine Karte, welche Funktionsräume und Achsen für die Biodiversität entscheidend sind. Trockenlebensräume, Feuchtlebensräume und Waldlebensräume werden dort farblich unterteilt, was deren Bedeutung für die ökologische Vernetzung verdeutlicht.

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Diese Funktionsräume sind wiederum in Distanzklassen unterteilt, was hilft, die Zugänglichkeit und Vernetzung zwischen den Lebensräumen besser zu verstehen. Zudem gibt es internationale Anknüpfungspunkte, die zeigen, wie wichtig grenzüberschreitende Biotopverbundachsen für den Erhalt der Artenvielfalt sind. Das zeigt, dass Naturschutz nicht an Landesgrenzen Halt macht.

In der Südweststeiermark wurde also nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch aktiv etwas für den Naturschutz getan. Solche Veranstaltungen sind eine wunderbare Gelegenheit, um sowohl die Natur besser kennenzulernen als auch einen direkten Beitrag zu leisten – und das in einer der schönsten Regionen Österreichs.