In der malerischen Stadt Leibnitz hat sich in den letzten Monaten eine berührende Geschichte entfaltet. Zwei junge Frauen, die an einer unheilbaren genetisch bedingten Erkrankung leiden, die ihre Motorik stark einschränkt, haben dank einer bemerkenswerten Initiative nun die Möglichkeit, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ein Wohnhaus wurde dafür barrierefrei umgebaut, und das Engagement der lokalen Gemeinschaft ist schlichtweg inspirierend.

Die Anfrage zur Unterstützung kam im März 2025 an den damaligen Präsidenten des Lions Clubs Leibnitz, Karl Altenburger. Die Umbauten, die nötig waren, um den beiden Frauen ein würdevolles Leben zu ermöglichen, umfassten die Installation eines Liftes, die Anpassung der Sanitäreinrichtungen, die Verbreiterung der Türen und die stufenlose Gestaltung der Fußböden. Mit einem Gesamtprojektumfang von geschätzten 134.000 Euro war dies eine immense Aufgabe!

Gemeinsame Anstrengungen für ein besseres Leben

Ein Glücksfall war das Planungsbüro Leo Bernhard GmbH, dessen Chef Mitglied des Lions Clubs ist. Sie übernahmen die Planungen, Ausschreibungen, Baubegleitung und Abrechnung – und das ohne Honorar! So etwas sieht man nicht oft. Unterstützung kam zudem von verschiedenen Leibnitzer Serviceclubs, darunter Soroptimist Leibnitz, Kiwanis Leibnitz, Round Table Leibnitz und Lions Club Deutschlandsberg. Auch der Kooperationsfonds des Lions-Distriktes Österreich-Mitte war mit von der Partie.

Ein besonderer Sponsor, die „Yesterday-die Playback Show“, stellte einen Großteil seiner Einnahmen aus einem Konzert zur Verfügung. Diese Großzügigkeit von beteiligten Firmen half, die Kosten zu senken. Das ganze Projekt wurde nach über einem Jahr erfolgreich abgeschlossen, und der aktuelle Präsident Leo Lückl übergab der betroffenen Familie einen symbolischen Scheck über 38.000 Euro. Ein Moment voller Emotionen – man konnte die Erleichterung und Freude in der Luft förmlich spüren!

Das Recht auf selbstbestimmtes Wohnen

Die Bemühungen in Leibnitz sind nicht nur ein Beispiel für lokale Solidarität, sondern werfen auch einen Blick auf eine größere Thematik: Selbstbestimmtes Wohnen ist ein Menschenrecht. Verankert in der UN-Behindertenrechtskonvention, die auch von Deutschland ratifiziert wurde, wird die Schaffung von barrierefreiem Wohnraum staatlich unterstützt. Verschiedene Förderprogramme helfen, bestehende Wohnungen an individuelle Bedürfnisse anzupassen.

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Wissen über soziale und finanzielle Fördermöglichkeiten kann dabei helfen, barrierefreies Bauen zu erweitern und die Lebensqualität zu erhöhen. In Deutschland zum Beispiel möchten zwei Drittel der Menschen so lange wie möglich in ihrer Wohnung leben. Das ist eine Zahl, die nachdenklich macht. Staatliche Mittel sind oft notwendig, um dies zu realisieren. Eine Beratungsstelle kann umfassende Informationen zu Fördermöglichkeiten im Wohnungsbau bereitstellen – nicht nur für private Haushalte, sondern auch für öffentliche Gebäude wie Rathäuser, Schulen und Sporteinrichtungen.

Wenn wir uns die Förderungen für barrierefreie Baumaßnahmen anschauen, erkennen wir, dass Zuschüsse bei der Pflegekasse beantragt werden können, wenn ein akuter Bedarf besteht. Die KfW-Bank bietet spezielle Förderprogramme an, die besonders für altersgerechten Umbau interessant sind. Hier sollten die Antragsteller jedoch darauf achten, dass die Antragstellung vor Beginn der Maßnahme erfolgen muss. Das klingt nach Bürokratie, aber es lohnt sich, gerade für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.

Abschließend bleibt zu sagen, dass die Geschichte der beiden Frauen aus Leibnitz nicht nur ein Lichtblick ist, sondern auch zeigt, wie wichtig es ist, dass wir als Gemeinschaft zusammenstehen. Die Unterstützung, die sie erfahren haben, steht stellvertretend für viele ähnliche Projekte, die das Leben von Menschen mit Behinderungen maßgeblich verbessern können. Ein herzliches Dankeschön an alle, die ihren Teil zu diesem wunderbaren Projekt beigetragen haben!