Am 10. Juni 2026 fand im Alten Kino Leibnitz eine spannende Veranstaltung statt, die von der Wirtschaftskammer und dem Arbeitsmarktservice (AMS) organisiert wurde. Diesmal lag der Fokus auf einem Thema, das in aller Munde ist: Künstliche Intelligenz (KI) und ihre Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Die Geschäftsstellenleiterin des AMS Leibnitz, Ingrid Gürtl, begrüßte die Gäste herzlich und schuf damit direkt eine aufgeschlossene Atmosphäre für den Austausch.

Im Vorfeld gab es bereits eine Veranstaltung zur Koralmbahn, doch heute ging es um die Herausforderungen und Chancen, die KI mit sich bringt. Martin Heidinger, Regionalstellenleiter der WKO Leibnitz, betonte diese Aspekte in seiner Eröffnungsrede. Unter den Anwesenden waren auch namhafte Persönlichkeiten wie Josef Herk, Präsident der steirischen Wirtschaftskammer, Yvonne Popper-Pieber, stellvertretende Geschäftsführerin des AMS Steiermark, Joachim Schnabel, Abgeordneter zum Nationalrat, sowie Daniel Kos, Bürgermeister von Leibnitz.

Chancen und Herausforderungen der KI

Yvonne Popper-Pieber sprach über die Herausforderungen, die KI für den Arbeitsmarkt mit sich bringt. Es wird deutlich, dass die Integration dieser modernen Technologie eine sorgfältige Planung erfordert. Monika Fuchs, Unternehmerin und KI-Managerin, gab faszinierende Einblicke in die Implementierung von KI in Organisationen. Sie stellte klar: Technologie sollte dem Menschen dienen! Dazu sind jedoch konkrete Schritte notwendig – nicht nur theoretische Überlegungen.

Ein interaktiver Live-Avatar namens „Jules“ wurde ins Spiel gebracht, um wichtige Aspekte im Umgang mit KI zu verdeutlichen. Neugier, praktische Anwendung und Verantwortung standen dabei im Mittelpunkt. Fuchs wies auf die Problematik der „Halluzinationen“ bei KI hin und empfahl RAG-Systeme zur Wissensbindung. Ihr Unternehmen setzt bereits sechs verschiedene KI-Tools ein und kann eine hohe Rendite auf deren Einsatz vorweisen. Ein Beispiel für den Einsatz von KI sind digitale Mitarbeitende, die wie menschliches Personal geleast werden können – ganz schön innovativ!

Statistiken und Zukunftsausblick

Die Statistiken zu KI in Österreich sind ebenfalls aufschlussreich: 43% der mittleren Unternehmen haben bereits KI-Pilotprojekte initiiert, während dieser Wert bei den großen Unternehmen sogar bei 70% liegt. Dennoch haben nur 8% der Unternehmen KI skaliert. Spannend ist auch, dass 73% der Beschäftigten bereits Erfahrung im Umgang mit KI haben, aber nur 20% uneingeschränkten Zugang zu KI-Tools genießen. Das zeigt, wie viel Potenzial da noch ungenutzt bleibt.

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Stefan Mesicek vom AMS Steiermark informierte über die kompetenzorientierte Vermittlung mithilfe von KI. Der sogenannte „Matching Score“ bewertet die Passgenauigkeit zwischen Personen und offenen Stellen, wobei 80% auf Kompetenzen und 20% auf den Beruf entfallen. KI kann Kompetenzanalysen durchführen, um die passenden Kandidaten für die jeweiligen Stellen zu finden – eine spannende Entwicklung in der Personalvermittlung!

Am Ende des Abends wurde Ingrid Gürtl für ihre Verdienste um den Arbeitsmarkt mit einer Ehrenurkunde der Wirtschaftskammer Steiermark ausgezeichnet. Gerührt kündigte sie an, dass ihre Nachfolgerin Nicole Guy in wenigen Wochen ihren Posten übernehmen wird. Ein emotionaler Moment – nicht nur für Gürtl, sondern auch für die Anwesenden, die ihre Verdienste schätzten.

Die Veranstaltung verdeutlichte, wie wichtig der Dialog über KI in der Arbeitswelt ist. Die Herausforderungen sind groß, aber die Chancen ebenso. In einer Zeit, in der Technologie und Menschlichkeit Hand in Hand gehen müssen, bleibt abzuwarten, wie sich die Arbeitswelt weiterentwickeln wird.