In der Region Leibnitz, genauer gesagt in Lebring-St. Margarethen und Tillmitsch, gibt es ernsthafte Sorgen um die Qualität des Grundwassers. Wie in einem aktuellen Bericht erwähnt wird, ist dieses mit PFAS verunreinigt – den berüchtigten Ewigkeitschemikalien, die sich in der Umwelt ansammeln und nur sehr schwer abbaubar sind. Diese Verunreinigung wurde bereits vor fünf Jahren festgestellt, was dazu führte, dass mehrere Brunnen außer Betrieb genommen werden mussten. Die Quelle des Problems ist die Landesfeuerwehrschule in Lebring, wo in den 1970er- und 1980er-Jahren PFAS über Löschwasser in den Boden gelangte. Ein echter Albtraum, wenn man bedenkt, wie viel Wasser wir täglich nutzen.
Interessanterweise wurde in den 90er-Jahren eine spezielle Wanne für Löschwasser errichtet, die seither keinen weiteren Eintrag von PFAS verzeichnet hat. Das klingt ja fast wie eine positive Wendung, oder? Doch die Probleme mit diesen Chemikalien scheinen nicht so leicht zu lösen zu sein. PFAS sind nicht nur schwer abbaubar, sondern auch toxisch. Sie kommen in vielen Produkten des täglichen Lebens vor, was die Situation noch komplizierter macht. Doch es besteht ein kleiner Lichtblick: Die Nutzung des Grundwassers für Gartenbewässerung, Gemüse und Obst ist unbedenklich. Auch Schwimmbäder können weiterhin aus Hausbrunnen befüllt werden. Das gibt uns zumindest etwas Luft zum Atmen.
Sanierungskonzept in Planung
Um das Problem langfristig in den Griff zu bekommen, ist ein Sanierungskonzept in Planung. Es sieht die Errichtung mehrerer Sperrbrunnen im südlichen Teil des betroffenen Gebiets vor. Das Wasser soll dann mit großen Pumpen entnommen, gefiltert und nördlich des Areals wieder eingesickert werden. Zudem werden Betonmauern im Westen und Osten des Gebiets bis unterhalb des Grundwasserspiegels errichtet, um das Grundwasser zu halten. Diese Idee mag neu für Österreich sein und es gibt bislang keine Erfahrungswerte, aber wir müssen es zumindest versuchen. Die Planungen für die Sanierungsmaßnahmen wurden bereits an eine Firma vergeben. Die Umsetzung hängt allerdings von den Bundesförderungen und den behördlichen Verfahren ab, was bedeuten könnte, dass wir noch Jahre auf Fortschritte warten müssen.
In einem anderen Zusammenhang wird ebenfalls an einem Projekt gearbeitet, das sich mit der Entfernung von PFAS aus kontaminiertem Grundwasser und Böden beschäftigt. Dabei sollen verschiedene Sanierungsmethoden wie Funnel & Gate, Immobilisierung und Thermodesorption geprüft werden. Diese Methoden könnten möglicherweise auch für die Region Leibnitz von Bedeutung sein. Die Herausforderung ist nicht zu unterschätzen: PFAS sind persistent und bioakkumulierend, was bedeutet, dass sie in der Umwelt bleiben und sich im Laufe der Zeit anreichern. Das erfordert innovative Ansätze und Technologien, um den Herausforderungen Herr zu werden.
Herausforderungen bei der Sanierung
Die Sanierung kontaminierter Böden und Grundwasser ist alles andere als einfach. Oftmals sind Restschadstofffraktionen nicht zu vermeiden. Langkettige PFAS können zwar mit Aktivkohlefiltern entfernt werden, doch die kurzkettigen Verbindungen sind aufgrund ihrer Mobilität nur sehr schwer zu fassen. Was für ein Dilemma! In der Trinkwasseraufbereitung sind Umkehrosmose und Ionenaustausch in Kombination mit Aktivkohle etablierte Verfahren, aber die Kosten steigen dabei erheblich. Einige Wasserversorger haben aufgrund der PFAS-Problematik bereits die Trinkwasserpreise erhöht. Ein echtes Ärgernis für die Bürger.
Ein Monitoringprogramm zur Überwachung der PFAS-Kontaminationen könnte helfen, die Fortschritte bei den Sanierungsmaßnahmen zu bewerten. Es wäre schön, wenn wir bald klare Ergebnisse sehen könnten. Vielleicht ist das Problem zwar groß, aber mit der richtigen Herangehensweise und Forschung gibt es Hoffnung auf Besserung. Wir müssen abwarten und sehen, wie sich die Dinge entwickeln – es bleibt spannend.