Heute ist der 12.05.2026 und wir blicken auf die aktuellen Entwicklungen des Drogenkonsums in der Steiermark, insbesondere im Bezirk Leibnitz. Hier zeigt sich ein differenziertes Bild: Während der Konsum von Alkohol und Zigaretten im Vorjahr rückläufig war, bleibt der Bezirk dennoch ein Brennpunkt für Alkoholismus. Auf der anderen Seite steigt das Bewusstsein für Alkoholsucht, was sich in einer Zunahme präventiver Beratungen zeigt. Doch die Einsparungen in der Suchtprävention werden von vielen als hinderlich angesehen, was die Situation nicht gerade erleichtert.

Interessanterweise ist der Zigarettenkonsum zwar gesunken, aber andere Nikotinformen, insbesondere bei Jugendlichen, finden zunehmend Anklang. Es scheint, als ob der generelle Trend in den Regionen Deutschlandsberg, Leibnitz und Südoststeiermark zu einem Anstieg des Suchtverhaltens führt. Laut den neuesten Zahlen gibt es 2024 in Leibnitz bereits 417 Klienten in Suchthilfeeinrichtungen – das sind 71 mehr als im Vorjahr. In Deutschlandsberg ist die Zahl um 96 auf 343 gestiegen, während in der Südoststeiermark 310 Klienten gezählt werden, was einem Anstieg von 58 entspricht.

Beratungsschwerpunkte und neue Herausforderungen

Die Beratungsschwerpunkte für 2024 sind auffällig: 2.443 Beratungen im Bereich Alkohol, 1.852 für illegale Substanzen und 774 Beratungen für Esssucht. Gambling ist ebenfalls ein Thema, das mit 713 Beratungen nicht zu unterschätzen ist. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg des Suchtverhaltens im Zusammenhang mit Internetnutzung. Fast ein Drittel der Schüler ist nach Mitternacht noch am Handy – das könnte auch die Schlafqualität und damit die allgemeine Gesundheit beeinträchtigen.

Ein weiterer Aspekt ist der Anstieg des Kokainkonsums, der durch einen hohen Reinheitsgrad besonders gefährlich ist. Auch andere Drogen wie Speed und Crystal Meth sind im Kommen. In der Südoststeiermark ist zudem ein Trend zu synthetischen Cathinonen zu verzeichnen. Im Jahr 2024 suchten 1.852 Personen wegen illegaler Substanzen Hilfe – 208 mehr als im Vorjahr. Und dann sind da noch die Essstörungen, die besonders bei Mädchen und jungen Frauen zunehmen. Die Beratungen in diesem Bereich stiegen von 274 im Jahr 2020 auf 774 in 2024.

Herausforderungen für die Suchtprävention

Die Einsparungen im Sozialbereich bringen längere Wartezeiten in den Beratungsstellen mit sich, was für viele Betroffene eine zusätzliche Hürde darstellt. Es werden Gruppenangebote angestrebt, die Einzelgespräche ergänzen sollen, um eine breitere Unterstützung zu gewährleisten. Gleichzeitig wird eine stärkere Einbindung von psychosozialen Einrichtungen angestrebt, um die Situation zu verbessern. Vernetzungen mit anderen Bundesländern sowie dem Gesundheitsministerium sollen dazu beitragen, die Herausforderungen im Bereich Suchtprävention besser zu bewältigen.

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Die Situation in der Steiermark ist also komplex. Es gibt positive Entwicklungen, wie das wachsende Bewusstsein für Alkoholsucht und die Zunahme an Beratungen, aber auch besorgniserregende Trends im Drogenkonsum und in der Internetnutzung. Es bleibt abzuwarten, wie die Maßnahmen zur Suchtprävention und die angestrebten Verbesserungen in den Beratungsstellen die Situation in den kommenden Jahren beeinflussen werden.

Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie die vollständige Quelle hier einsehen: MeinBezirk.