Heute ist der 20.05.2026 und in Leoben gibt es mal wieder Aufregung. Auf dem ehemaligen Baumax-Gelände in Leoben-Lerchenfeld plant man ein Wohnwagen- und Wohnmobillager. Die Diskussionen darum sind hitzig – und das aus gutem Grund. Wer genau sich dort aufhält und warum, bleibt unklar. In einer Aussendung hat die FPÖ Leoben die Thematik ins Rollen gebracht. Der Vizebürgermeister Florian Wernbacher fordert nun Klarheit über die Genehmigungen und Sicherheitsfragen rund um das Gelände. Ist das alles rechtens? Und wie sicher ist die Situation für die Anwohner?
Die Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU) hat mittlerweile klargestellt, dass sie nicht über die Situation informiert war und dem Aufenthalt der Fahrzeuge nicht zugestimmt hat. Das bringt die BBU nun in Zugzwang: Sie plant Besitzstörungsklagen und hat die Polizei alarmiert, weil eine Verletzung der Betretungsverordnung vorliegen könnte. Die Polizei prüft derzeit die rechtlichen Grundlagen für ein Einschreiten, konnte aber bislang keine strafrechtlich relevanten Sachverhalte feststellen. Und hier wird’s interessant: Die Stadt Leoben hat nur begrenzte Zuständigkeiten, denn das Gelände gehört nicht zur Stadt und es wurde keine baubehördliche Bewilligung beantragt oder erteilt. Bürgermeister Kurt Wallner hat betont, dass es keine Genehmigung für das Abstellen der Wohnwägen gibt, und ein rechtskonformes Vorgehen ist unabdingbar. Doch was passiert jetzt? Weitere Maßnahmen oder Räumungen hängen von den laufenden Prüfungen der zuständigen Stellen ab.
Politische Reaktionen und Sicherheitsbedenken
Die Situation sorgt nicht nur in der Stadt selbst für Gesprächsstoff. Auch überregionale Politiker sind aufmerksam geworden. Der Grüne Umweltsprecher Lukas Hammer hat eine parlamentarische Anfrage an Finanzminister Markus Marterbauer gestellt. Ziel ist es, die rechtlichen Grundlagen für den Betrieb des Steinbruchs Galgenberg zu klären. Hierbei geht es um Genehmigungen, die Einstufung des Betriebs sowie die behördliche Aufsicht. Besonders brisant sind die Sicherheitsprobleme, die im Zusammenhang mit einem Sprengunfall im Jahr 2021 aufgetreten sind. Gesteinsbrocken flogen damals in Wohngebiete, Schäden an Häusern waren die Folge, und eine Person wurde verletzt.
Anwohner in Leitendorf sind verständlicherweise verunsichert. Hammer betont das Recht der Anwohner auf Sicherheit und Informationen über Genehmigungen und Aufsicht. Schließlich sind die Belastungen durch Staub, Lärm und Verkehr durch die regelmäßigen Sprengungen nicht zu vernachlässigen, vor allem wegen der Nähe des Steinbruchs zu Wohngebieten und Schulen. Die Grünen fordern eine gründliche Prüfung der Situation. Fragen zur Nachbarrechte und Sicherheit sind zu klären – denn Sicherheit und Lebensqualität dürfen nicht den wirtschaftlichen Interessen untergeordnet werden.
Forderungen nach Transparenz
Die Bürgerinitiative IGLL und der Grüne Verein zur Förderung von Bürgerinitiativen (BIV) unterstützen diese Anliegen und fordern mehr Transparenz in der Situation rund um den Steinbruch Galgenberg. Die Antworten des Finanzministeriums sollen eine Grundlage für besseren Schutz von Sicherheit, Rechtssicherheit und Lebensqualität in Leitendorf bieten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die politischen Diskussionen und rechtlichen Prüfungen entwickeln werden und ob die Anwohner bald die Klarheit bekommen, die sie so dringend benötigen.