Vor Kurzem war es endlich soweit: Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner machte einen Abstecher zur Montanuniversität Leoben. Der Grund? Sie wollte sich ein Bild von den neuesten Entwicklungen in der Forschung und Lehre machen, aber auch über die strategischen Internationalisierungsvorhaben der Uni informiert werden. Ein Austausch mit dem Rektorat stand auf der Agenda, bei dem sie tiefere Einblicke in die Schlüsselbereiche der Hochschule erhielt.

Die Themen, die zur Sprache kamen, waren alles andere als langweilig. Es ging um die Exzellenz in der Lehre, die Weiterentwicklung von Forschungsschwerpunkten und wie man internationale Netzwerke stärken kann. Und das war noch nicht alles! Holzleitner bekam auch einen Überblick über die Infrastruktur und die Services im Studienzentrum. Im Labor von Univ. Prof. Romaner erlebte sie eine Präsentation zu den aktuellsten Projekten im Bereich der Quantensensorik. Das klang spannend! Hier wurde über hochsensitive Messverfahren diskutiert – und deren Potenziale in der Werkstofftechnik und Industrieprozessüberwachung.

Forschung für die Zukunft

Ein weiterer spannender Teil des Besuchs war das Forschungszentrum für Wasserstoff und Kohlenstoff, das kürzlich in Leoben-Leitendorf eröffnet wurde. Klimaschutzministerin Leonore Gewessler war auch dabei. Die Schwerpunkte der Forschung hier sind beeindruckend: Es dreht sich alles um die Spaltung von Methan in Wasserstoff und festen Kohlenstoff, sowie die Produktion von grünem Kohlenstoff aus Biomassereststoffen. Das ist nicht nur innovativ, sondern auch notwendig, um die Treibhausgasemissionen in Österreich zu reduzieren. Wasserstoff könnte nicht nur Energie speichern, sondern auch umweltfreundliche Mobilität und klimafreundliche Produktionsprozesse ermöglichen.

Hierbei wird eng mit der TU Graz zusammengearbeitet, um Technologien zur Umwandlung von Biogas in Wasserstoff zu entwickeln. Im Forschungszentrum arbeiten bis zu 120 Forschende auf einer Fläche von 3.000 Quadratmetern. Das klingt nach einer Menge Brainpower! Besonders interessant ist die CO2-neutrale Erzeugung von Wasserstoff durch Methan-Pyrolyse, die weiterentwickelt wird. Im Gegensatz zu gängigen Verfahren, die Kohlendioxid erzeugen, wandelt die Methan-Pyrolyse Methan in Wasserstoff und festen Kohlenstoff um. Und das hat Potenzial: Der reine Kohlenstoff kann in der Landwirtschaft zur Bodenverbesserung und in der Industrie für Batterien, Computerchips und Kohlenstofffasern verwendet werden.

Nachhaltigkeit im Fokus

Ein echter Game Changer! Diese Pilotanlage ermöglicht die Umwandlung von bis zu 25 Normkubikmetern Methan pro Stunde – das ist das 20-fache im Vergleich zu bestehenden Anlagen! Die benötigten Komponenten wie Heißgasfilter und Membransystem zur Produktgasreinigung sind ebenso beeindruckend wie die Brennkammer und die Nachbehandlungseinrichtungen für den festen Kohlenstoff.

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In einem breiteren Kontext betrachtet ist Wasserstoff ein zentrales Querschnittsthema in der Energiewende. Sicherheitsaspekte sind entscheidend, um Wasserstoff als Energieträger zu etablieren. Die Gewährleistung sicherer Technologien ist für die gesellschaftliche Akzeptanz von großer Bedeutung. Hier wird eine nationale Normungsroadmap für Wasserstofftechnologien angestrebt, die im Januar 2024 starten soll. Das Ziel ist es, bis Ende 2025 die Normungsbedarfe zu identifizieren und einen geeigneten Rahmen für Geschäftsmodelle rund um Wasserstoff zu schaffen.

In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit mehr denn je im Fokus steht, wird an ganzheitlichen Nachhaltigkeitsanalysen gearbeitet. Diese sollen die Klimawirksamkeit von Wasserstoffemissionen verstehen und minimieren. Die Montanuniversität Leoben hat sich als treibende Kraft für Innovation und nachhaltige industrielle Wertschöpfung in Österreich positioniert. Sie überführt wissenschaftliche Erkenntnisse in Lösungen, die für die Transformation von Industrie und Gesellschaft von Bedeutung sind.

Ein spannendes Projekt, das zeigt, wie Wissenschaft, Politik und Praxis Hand in Hand arbeiten können, um eine nachhaltigere Zukunft zu gestalten. Mit einem klaren Fokus auf Forschung und Entwicklung im Bereich Wasserstoff und Kohlenstoff ist die Montanuniversität Leoben ein wichtiger Akteur in der Energie- und Rohstoffwende.

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