Am Freitag, dem 10. Mai 2026, fand im LKH Hochsteiermark – Standort Leoben, eine groß angelegte Einsatzübung statt. Um 16 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage Alarm aus. Das Szenario war alles andere als harmlos: Ein Brand im zweiten Stockwerk des Kinderhauses mit massiver Verrauchung. In solch einer Situation ist schnelle Reaktion gefragt! Insgesamt 53 Einsatzkräfte von verschiedenen Feuerwehren, dem Roten Kreuz und der Betriebsfeuerwehr waren vor Ort, um die bezirksübergreifende Zusammenarbeit und interne Abläufe zu trainieren. Je mehr Leute dabei sind, desto besser kann man sich auf den Ernstfall vorbereiten.
Die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehren Leoben-Stadt und Leoben-Göß trafen kurz nach der Alarmierung ein. Gemeinsam mit der Betriebsfeuerwehr wurden die ersten Lageerkundungen durchgeführt. Atemschutztrupps rückten ins verrauchte Gebäude vor – man kann sich das Bild lebhaft vorstellen: Feuerwehrleute in voller Montur, die durch dichte Rauchschwaden gehen. Die Übung war so realistisch gestaltet, dass bettlägerige Patientinnen und Patienten durch Übungspuppen und Statisten dargestellt wurden. Solche Szenarien sind unerlässlich, um im Ernstfall richtig reagieren zu können.
Reibungslose Kommunikation
Die Alarmstufe wurde erhöht, und die Feuerwehren Niklasdorf und Proleb rückten zur Unterstützung an. Diese Zusammenarbeit ist entscheidend, denn die Größe des Gebäudes und die Anzahl der betroffenen Personen erforderten zusätzliche Kräfte. Das Rote Kreuz richtete eine Patientensammelstelle im sicheren Bereich ein. Die „Verletzten“ wurden dort erstversorgt und es wurde ein fiktiver Weitertransport auf andere Stationen simuliert. Ein ganz schöner Aufwand, aber es zeigt, wie gut die Organisation funktioniert, wenn es darauf ankommt.
Der Übungsleiter hob die Wichtigkeit solcher Einsätze hervor. Sie sind nicht nur eine hervorragende Gelegenheit zur Zeitersparnis, sondern auch zur Optimierung der Rettung. Die reibungslose Kommunikation zwischen den Blaulichtorganisationen und dem Krankenhauspersonal war ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis der Übung. Gegen Abend konnte schließlich das Signal „Brand aus“ gegeben werden, und ein Gefühl der Erleichterung machte sich breit. Aber es ist wichtig, solche Übungen regelmäßig durchzuführen, um im Ernstfall bestens vorbereitet zu sein.
Insgesamt waren elf Feuerwehrfahrzeuge und 50 Feuerwehrkräfte im Einsatz, während das Rote Kreuz durch ein Fahrzeug mit drei Führungskräften vertreten war, darunter Bezirksrettungskommandant ORR Florian Bernt. Ein beeindruckender Anblick, wenn man bedenkt, wie viele Menschen und Ressourcen mobilisiert werden müssen, um solche Einsätze zu bewältigen. Diese Übungen sind nicht nur wichtig für die Einsatzkräfte, sondern auch für die Sicherheit der Bevölkerung.