Klemmbrett-Betrüger in Leoben: Vorsicht vor falschen Spendenaufforderungen!
Heute ist der 17.07.2026 und in Leoben regt sich etwas, das man besser nicht ignorieren sollte. Ein Supermarkt im Stadtgebiet wurde von zwei Männern heimgesucht, die mit schüchternen Gesten und bunten Klemmbrett-Listen um Spenden bettelten. Die beiden gaben vor, stumm und taub zu sein – ein cleverer Trick, der auf viele Menschen eine besondere Wirkung hat. Doch hinter dieser Masche verbirgt sich ein ernstes Problem: Betrüger nutzen die Hilfsbereitschaft der Menschen schamlos aus. Die aufwendig gestalteten Listen sahen offiziell aus, doch das Geld, das sie einsammelten, ging direkt in die Taschen der Täter, nicht zu seriösen Hilfsorganisationen.
Ein paar aufmerksame Kunden bemerkten, dass etwas nicht stimmte, als sie versuchten, die Situation zu fotografieren oder mit den Mitarbeitern des Supermarkts zu sprechen. In Windeseile verschwanden die Männer, flüchteten in einem weißen Mercedes-Kastenwagen. Eine Kundin war so besorgt, dass sie eine Mitarbeiterin informierte und prompt die Polizei verständigen wollte. Drei Verkäuferinnen durchkämmten das Geschäft, aber die Betrüger waren bereits auf und davon. Die Polizei hat bereits gewarnt: Klemmbrett-Betrügereien nehmen zu. „Im Akutfall den Polizeinotruf 133 wählen“ – so die klare Empfehlung.
Ähnliche Vorfälle und Betrugsmaschen
Das, was in Leoben passierte, ist nicht der einzige Vorfall, der in letzter Zeit Schlagzeilen gemacht hat. Ein 29-jähriger Rumäne und seine Frau haben im Rheintal ebenfalls falsche Spenden gesammelt – und das für die renommierte Organisation „Handicap International“. Sie trugen ein gefälschtes Spendenformular bei sich und behielten das gesammelte Geld für sich. Auf Parkplätzen in St. Margrethen, Au und Heerbrugg bettelten sie um Spenden. In der Summe kamen 150 Franken zusammen, darunter auch drei großzügige Spenden von jeweils 50 Franken.
Die St. Galler Staatsanwaltschaft ließ sich nicht lange bitten und verurteilte den Mann zu 70 Tagen Gefängnis sowie einer Geldstrafe von 6000 Franken. Und das ist noch nicht alles: 1029.15 Franken, die im Zuge der Ermittlungen sichergestellt wurden, werden eingezogen. Ein Teil dieses Geldes wird genutzt, um Zivilforderungen von 50 Franken zu begleichen. Zudem muss der Mann auch noch Verfahrenskosten in Höhe von 450 Franken tragen. Die Organisation selbst hat klargestellt, dass sie keine Bargeldsammlungen auf der Straße durchführen und warnt vor solchen betrügerischen Aktionen.
Die Gefahren der Hilfsbereitschaft
Die Vorfälle in Leoben und Rheintal zeigen, wie wichtig es ist, wachsam zu sein. Betrüger nutzen das gute Herz der Menschen aus und tarnen sich als gemeinnützige Sammler. Besonders perfide: Sie verwenden gefälschte Unterschriftenlisten mit Logos bekannter Organisationen und geben sich als hilfsbedürftig aus. Wenn jemand also auf der Straße um Spenden bittet, sollte man Vorsicht walten lassen. Behörden und Organisationen empfehlen, bei Zweifeln direkt Kontakt aufzunehmen, um nicht ungewollt die Tasche eines Betrügers zu füllen.
Was bleibt, ist ein mulmiges Gefühl. Es ist erschreckend, wie einfach es für einige Menschen ist, das Vertrauen anderer auszunutzen. Wenn wir helfen wollen, sollten wir genau hinschauen – denn nicht alle, die um Unterstützung bitten, haben tatsächlich gute Absichten. Das Bewusstsein für solche Betrugsmaschen muss geschärft werden, damit die echte Hilfe auch wirklich bei den Bedürftigen ankommt.
Für weiterführende Informationen und aktuelle Meldungen zu ähnlichen Themen verweisen wir auf Kleine Zeitung und 20 Minuten.
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