Heute, am 5. Juni 2026, durfte die 1b-Klasse der MS Leoben Stadt einen ganz besonderen Projekttag erleben. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Sabine Kurta-Wendler ging es in „Eva’s Koch- und Backatelier“, wo die Schüler nicht nur kochten, sondern auch viel über regionale Lebensmittel lernten. Der Tag begann mit einem Ausflug zum Bauernmarkt, wo die Kinder in kleinen Gruppen mit Einkaufslisten und einem festgelegten Budget ausgestattet wurden. Es war schön zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler sicher und verantwortungsbewusst mit Geld umgingen. Einige waren vielleicht etwas nervös, aber die Aufregung war spürbar – schließlich ging es darum, frische Zutaten für ihre Kreationen zu besorgen!

In der großen Küche angekommen, ging es dann richtig los. Acht verschiedene Gerichte standen auf dem Plan, darunter Spätzle, Palatschinken und hausgemachte Spaghetti. Jedes Kind hatte seine Aufgabe: Obst und Gemüse putzen, schälen, schneiden, raspeln und die Zutaten abwiegen. In diesem kreativen Chaos halfen sich die Kinder gegenseitig, und die Konzentration war greifbar. Das Abschmecken der Speisen wurde zum Teil des Lernprozesses, und ich kann mir vorstellen, dass der Duft von frisch zubereiteten Waffeln und Pizza durch die Küche zog. Als die Gerichte schließlich auf den Tisch kamen, wurde gemeinsam genossen, was sie selbst zubereitet hatten. Fast alles wurde aufgegessen – ein deutliches Zeichen für die Qualität der Speisen und die Freude am gemeinsamen Essen.

Bewusste Essensauswahl und regionale Produkte

Das Ziel dieses Projekttages war es, den Kindern eine bewusste Auswahl regionaler Lebensmittel näherzubringen und ihnen zu zeigen, wie diese verarbeitet werden. Das passt wunderbar zur Kernidee des „Bauernhof im Koffer“, die in vielen Bildungsangeboten Anwendung findet. Hierbei wird der Bezug zu Lebensmitteln durch Anschauungsmaterialien, wie frischen Äpfeln, Eiern und Getreidekörnern, hergestellt. Kinder lernen spielerisch, wo ihre Lebensmittel herkommen – schließlich kommt die Milch nicht einfach aus der Tüte!

Solche Projekte fördern nicht nur das Verständnis für die Herkunft von Nahrungsmitteln, sondern stärken auch die Verbindung zur Natur und den Respekt vor regionalen Produkten. Dabei wird das Wissen der Kinder durch Experimente, Rätsel und Bewegungsspiele vertieft. Am Ende eines solchen Moduls erhält jedes Kind sogar einen Bauernhof-Pass, der belegt, dass es ein kleiner Bauernhof-Spezialist geworden ist. Diese Art der Lernvermittlung ist besonders wertvoll, denn so können die Kinder ihr Erlerntes auch im familiären Umfeld teilen.

Nachhaltigkeit und Regionalität im Unterricht

Ein weiterer Aspekt, der in diesem Zusammenhang nicht fehlen darf, ist die Lehrerhandreichung „Reif für Regional“, die darauf abzielt, Schülerinnen und Schüler der 3. bis 10. Klasse für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Mit einem Umfang von 84 Seiten bietet sie zahlreiche Module, die sich mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln beschäftigen. Die Ideen sind so gestaltet, dass sie in unterschiedlichen Altersstufen und Fächern eingesetzt werden können, und sie fördern das Lernen durch Erfahrung, sei es durch Exkursionen oder kreative Projekte.

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Durch solche Initiativen wird nicht nur das Bewusstsein für Regionalität gestärkt, sondern auch die Gestaltungs- und Handlungskompetenz der Schüler gefördert. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, den Kindern die Bedeutung bewusster Lebensmittelwahl näherzubringen und sie in ihrem Alltag zu unterstützen. Wenn wir ihnen die Augen öffnen können für die Vielfalt und den Wert unserer Nahrungsmittel, dann haben wir schon viel erreicht!

Die gemeinsame Aufräumaktion in der Küche bildete den Abschluss des Projekttages. Die Kinder hinterließen einen sauberen Arbeitsplatz – und ich bin mir sicher, sie gingen mit einem Lächeln und vielen neuen Erfahrungen nach Hause. Ein Tag, der in Erinnerung bleiben wird, sowohl für die Schüler als auch für die Lehrerin!