Wolfgang Hribernik wird neuer Professor für Advanced Power Systems an der Montanuniversität Leoben
In Leoben gibt es Grund zur Freude: Die Montanuniversität hat einen neuen Professor berufen. Wolfgang Hribernik wird die Professur „Advanced Power Systems“ übernehmen. Diese Entscheidung zielt darauf ab, die Abteilung Energietechnik der Universität zu stärken. Hribernik, ein gebürtiger Hartberger, bringt über 20 Jahre Erfahrung in Forschung, Industrie und Regulierung mit. Er ist ein echter Experte für europäische Stromsysteme und Hochspannungs-Gleichstromtechnik (HVDC). Seine beeindruckende Karriere begann an der Technischen Universität Wien, wo er Elektrotechnik studierte, gefolgt von einer Promotion in Hochspannungstechnik in der Schweiz.
Bevor er an die Montanuniversität kam, war Hribernik seit 2005 am AIT Austrian Institute of Technology tätig. Dort startete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und arbeitete sich bis zur Leitung des Center for Energy hoch. Ein spannender Schritt ist die Gründung seines eigenen Unternehmens für privat finanzierte, grenzüberschreitende Strominfrastrukturprojekte im Jahr 2024. Das zeigt, wie dynamisch und zukunftsorientiert er denkt! Die Professur wird Hribernik in Teilzeit mit einem 40-Prozent-Ausmaß ausüben, was ihm die Möglichkeit gibt, seine praktischen Erfahrungen direkt in die Lehre und Forschung einzubringen.
Forschung mit Weitblick
Ein zentrales Forschungsfeld von Hribernik wird die Weiterentwicklung des europäischen Stromsystems sein. Dabei wird er sich insbesondere mit Themen wie Versorgungssicherheit, Resilienz, Wettbewerbsfähigkeit und Dekarbonisierung auseinandersetzen. Die Montanuniversität hat bereits Aktivitäten in der Energiesystemmodellierung, und die neue Professur wird diese weiter vertiefen. Verbindungen zu Lehr- und Forschungsfeldern wie Leistungselektronik und Energieversorgung werden geschaffen, was die Interdisziplinarität fördert. Im kommenden Wintersemester plant Hribernik eine Vertiefungsveranstaltung, die sich mit europäischen Stromsystemtechnologien beschäftigt.
Ein weiterer spannender Aspekt ist der Aufbau eines Doktorandenteams. Hier möchte Hribernik internationale Sichtbarkeit schaffen und die Finanzierung über europäische sowie kooperative Forschungsprojekte und Industriepartnerschaften sichern. Das stärkt nicht nur die Forschung an der Montanuniversität, sondern auch die universitären Schwerpunkte in Ressourcen, Kreislaufwirtschaft, Sicherheit und Energie. Ein echter Beitrag zur Erreichung der Klimaziele, da wir alle wissen, wie wichtig es ist, auch in Europa wettbewerbsfähig zu bleiben!
Hochspannungs-Gleichstromtechnik im Fokus
Ein besonders interessantes Thema, mit dem sich Hribernik beschäftigen wird, ist die Hochspannungs-Gleichstromtechnik (HGÜ). Der Transport elektrischer Energie erfolgt derzeit hauptsächlich über Hochspannungsleitungen mit Wechselstrom. HGÜ hat sich jedoch als zukunftsweisend erwiesen, insbesondere für den Ausbau der Stromnetze im Rahmen der Energiewende. Es verbindet weit entfernte Punkte im Stromnetz effizient und wirtschaftlich. Außerdem hat die HGÜ einige technische Vorteile – sie ist beispielsweise verlustärmer als Drehstromleitungen und benötigt nur zwei Leiter statt drei. Das alles klingt schon sehr vielversprechend!
Technisch gesehen sind Konverter an beiden Enden einer HGÜ-Strecke notwendig, um Gleich- und Wechselstrom umzuwandeln. Während die Diskussion um mögliche gesundheitliche Auswirkungen von Hochspannungsleitungen immer wieder aufkommt, bleiben die Magnetfelder in der Nähe von HGÜ-Leitungen schwach und verursachen keine gesundheitlichen Schäden. Das ist doch beruhigend zu wissen, oder? Das Thema wird in den nächsten Jahren sicher weiterhin intensiv diskutiert werden, besonders wenn wir an die Zukunft der Energieversorgung denken.
Grenzüberschreitende Projekte und die Energiewende
Ein weiterer spannender Aspekt der Energiewende in Europa ist die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „United Heat“, das die Fernwärmesysteme von Görlitz in Deutschland und Zgorzelec in Polen bis 2030 verbinden möchte. Mit einem Gesamtbudget von 200 Millionen Euro, finanziert von EU und Bund, soll hier erstmals Wärme in großem Maßstab über eine europäische Grenze transportiert werden. Es ist faszinierend, wie solche Projekte nicht nur technische Herausforderungen mit sich bringen, sondern auch Fragen des Vertrauens und der Zusammenarbeit zwischen Politik, Unternehmen und Bürgern aufwerfen.
Die Energiewende wird also nicht nur als technischer, sondern auch als sozialer Prozess wahrgenommen. Ein einheitliches System für Wasserstoffmärkte in Europa wird als notwendig erachtet, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Entwicklungen in diesem Bereich gestalten werden – die nächsten Jahre könnten entscheidend sein. Es ist spannend zu sehen, wie die Montanuniversität Leoben mit Wolfgang Hribernik an der Spitze in diesem dynamischen Umfeld eine Rolle spielen wird.
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