In den malerischen Niederen Tauern in Österreich fand vor kurzem ein bemerkenswertes Projekt statt, das nicht nur die Almen, sondern auch ihre zukünftigen Bewirtschafter in den Fokus rückte. Unter der Leitung von Friederike Geppert packten freiwillige Teilnehmer eine Woche lang kräftig an, um drei Almen – die Bräualm, Bröcklalm und Stubegg-Alm – von der Verbuschung und Verwaldung zu befreien. Ein Ziel, das seit 2017 verfolgt wird und das sich besonders an Familien sowie an Kinder und Jugendliche richtet. Gabriele Trinker, die Geschäftsführerin des Naturparks Sölktäler, hob die Wichtigkeit des Respekts gegenüber der Natur hervor, während die ehrenamtlichen Helfer kleine Bäume, Sträucher und sogar den giftigen Weißen Germer entfernten. Dabei kam es zu einem direkten Kontakt mit der Natur – und das nicht nur für die Erwachsenen, sondern auch für die Kinder, die ebenfalls anpackten.

Die Maßnahmen, die hier ergriffen wurden, kommen nicht nur den Weidetieren wie Kühen und Pferden zugute, sondern ebenso den Wildtieren, darunter das Birkhuhn und Rotwild. Auf die Herausforderungen des Klimawandels, der die Baumgrenze steigen lässt und die Arbeitsbelastung erhöht, wies Hans Zeiler, der Almeigentümer, hin. Es ist ein Teufelskreis, der dringend durch aktive Maßnahmen durchbrochen werden muss. Unterstützt wurden die Teilnehmer von drei Gruppenleitern des Alpenvereins, die sie auf den Arbeitsflächen betreuten und koordinierten. Die Unterbringung in der Selbstversorgerhütte „Berghaus in der Walchen“ bot eine gute Basis für das gemeinsame Arbeiten. Doch nicht nur die Arbeit stand auf dem Programm – auch ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm mit Museumsbesuchen, Badezeit am Putterersee und Musizieren am Lagerfeuer durfte nicht fehlen.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bedeutung der Almwirtschaft wird auch in Zukunft nicht abnehmen, ganz im Gegenteil. Am 24. Mai 2024 wird in Innsbruck ein „Almauftrieb der Generationen“ stattfinden, organisiert von der Klimaschutz-NGO „Protect Our Winters“ (POW). Diese Veranstaltung richtet sich an alte Menschen und Kinder, nicht an Schafe oder Rinder, und soll auf die klimatischen Veränderungen im alpinen Raum aufmerksam machen. Start ist um 13:30 Uhr an der Hungerburg, mit dem Ziel, die Umbrüggleralm auf 1.123 Metern zu erreichen. Nach der Wanderung können die Teilnehmer an einem Almgespräch mit Vertretern aus Landwirtschaft, Tourismus und Outdoorsportindustrie teilnehmen. Diese Art von Austausch ist wichtig, um die Herausforderungen und Chancen, die der Klimawandel mit sich bringt, zu diskutieren.

Auch die Fortbildung zum Thema Klimawandel und Almwirtschaft, die vom 24. bis 26. Juni 2026 am Gramai Hochleger im Karwendel stattfindet, zeigt das wachsende Interesse an der Thematik. Teilnehmer können sich auf spannende Inhalte freuen, die von der Geschichte der Almwirtschaft bis hin zu praktischen Arbeiten wie Almpflege reichen. Es ist eine Gelegenheit, wertvolle Kenntnisse über Biodiversität und Ökosystemleistungen zu erwerben, die für die Zukunft unserer Almen von großer Bedeutung sind.

Wir leben in herausfordernden Zeiten, und der Klimawandel macht auch vor unseren Almen nicht halt. Aber durch solche Projekte und Veranstaltungen zeigt sich, dass es zahlreiche Menschen gibt, die bereit sind, aktiv mitzuwirken und Verantwortung zu übernehmen. Es ist ein Gemeinschaftswerk, das Generationen verbindet und uns alle für die Bedeutung unserer Natur sensibilisiert. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich diese Initiativen weiterentwickeln werden und welche Impulse sie für die Zukunft der Almen setzen können.

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Mehr Informationen zu den aktuellen Projekten finden Sie in dem Artikel auf meinbezirk.at, und weitere Details zu bevorstehenden Veranstaltungen sind auf unsere-almen.at zu finden.

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