In Schladming wird seit März ein neuer musikalischer Weg beschritten. Das Diakoniewerk und die Musikschule Schladming haben sich zusammengetan, um Menschen mit Behinderungen aus den Einrichtungen des Diakoniewerks die Freude an der Musik näherzubringen. Dabei stehen Instrumente wie die Veeh-Harfe, Ziehharmonika und die elementaren ORFF-Instrumente im Mittelpunkt. Es geht nicht nur um das Erlernen von Fähigkeiten, sondern vielmehr um das gemeinsame Erleben und die Entwicklung des eigenen musikalischen Ausdrucks. Und das Beste? Musikalische Vorkenntnisse sind keine Voraussetzung!
Der Lions Club Schladming hat mit dem Ankauf von Veeh-Harfen tatkräftig unterstützt, denn diese Instrumente sind ideal für inklusives Musizieren und sorgen für schnelle Erfolgserlebnisse. Andrea Stieg, die Leitung der Sozialen Dienstleistungen des Diakoniewerks, hebt hervor, wie wichtig Musizieren für die Ausdrucksweise und den sozialen Zusammenhalt der Teilnehmer ist. Ein schöner Gedanke, nicht wahr? Die offizielle Übergabe der Veeh-Harfen wurde mit einem gemeinsamen Treffen zwischen den Vertretern des Lions Clubs, der Musikschule und dem Diakoniewerk gefeiert. Diese Zusammenarbeit ist ein wichtiger Schritt in Richtung kulturelle Teilhabe und Inklusion.
Einblick in die musikalische Vielfalt
Die Veeh-Harfe ist kein gewöhnliches Instrument. Sie wurde von Hermann Veeh entwickelt, um seinem Sohn Andreas, der mit Trisomie 21 geboren wurde, die Möglichkeit zu geben, Musik zu machen. Über Jahre hinweg tüftelte Hermann an Prototypen, bis 1992 die endgültige Version entstand. Die Resonanz war überwältigend! Die Veeh-Harfe kombiniert Erlernbarkeit mit Ästhetik und wurde schnell zu einem Symbol für musikalische Teilhabe. Sie ermöglicht intuitives Spielen und erzeugt einen warmen, harmonischen Klang – perfekt für gemeinschaftliches Musizieren und individuelle Improvisationen. Es ist einfach faszinierend, wie ein Familienprojekt sich zu etwas so Bedeutendem entwickeln kann!
In der Stuttgarter Musikschule zum Beispiel, die ebenfalls ein breites Angebot für Menschen mit Behinderungen hat, wird der Unterricht individuell an die Interessen und Fähigkeiten der Schüler angepasst. Hier lernt man die musikalischen Grundelemente kennen und hat die Chance, verschiedene Instrumente auszuprobieren – von Klavier über Gitarre bis hin zu ORFF-Instrumenten. Der Fokus liegt auf der Freude am Musizieren und dem gemeinsamen Entdecken.
Die Schüler können nach einer ersten Phase die Techniken im Einzel- oder Gruppenunterricht vertiefen. Und es gibt sogar die Möglichkeit, in einer Band zu spielen, was für viele sicherlich ein ganz besonderer Anreiz ist! Das klingt nach einer Menge Spaß und kreativer Entfaltung, oder?
Kulturelle Teilhabe und Inklusion
Musik kann Barrieren überwinden. Das gilt besonders für Menschen mit Behinderungen, die oft Hürden beim gemeinsamen Musizieren erleben. Aber mit Initiativen wie der in Schladming wird deutlich, dass es Möglichkeiten gibt, die inklusives Musizieren fördern. Das Diakoniewerk und die Musikschule zeigen, wie wichtig es ist, allen Menschen den Zugang zur Musik zu ermöglichen – eine universelle Sprache, die verbindet.
Durch Projekte wie die Zusammenarbeit in Schladming und die Arbeit an Schulen wird deutlich, dass musikalische Bildung nicht nur eine Frage des Könnens ist, sondern auch des Miteinanders. Die Veeh-Harfe ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Sie hat sich in vielen Bereichen etabliert, sei es in der Musiktherapie, im schulischen Einsatz oder in Seniorengemeinschaften. Es ist einfach unglaublich, wie Musik Leben verändern und Gemeinschaften stärken kann!