Langer Tag der Energie in der Steiermark: Erneuerbare Energien im Fokus
Heute ist der 17.06.2026 und in der Steiermark, genauer gesagt, in Liezen, bereitet man sich auf ein spannendes Event vor. Am 20. Juni 2026 findet der Lange Tag der Energie statt, eine Veranstaltung, die sich ganz den erneuerbaren Energien widmet. Hier können Besucher über 100 Energieschauplätze erkunden, die Informationen zu Wasserkraft, Wind- und Solarenergie, Biomasse und Geothermie bieten. Und das Beste? Der Eintritt zu allen Schauplätzen ist kostenlos! Organisiert wird das Ganze von Energie Steiermark, Energie Graz, Stadtwerken Judenburg, E-Werk Kiendler, dem WKO Center of Excellence und Verbund, die allesamt einen wichtigen Beitrag zur Förderung nachhaltiger Energien leisten.
Die Steiermark hat aufgrund ihrer geografischen Lage und natürlichen Voraussetzungen ein enormes Potenzial für erneuerbare Energien. Besonders die Biomasse ist aufgrund der weitläufigen Waldflächen von großer Bedeutung. Aber auch die Nutzung von Wasserkraft durch Flüsse und Gebirgsbäche in großen und kleinen Kraftwerken ist bemerkenswert. Photovoltaik-Anlagen sprießen auf Hausdächern und Freiflächen, während Windenergie, besonders in den höheren Regionen der Hochsteiermark, immer mehr an Bedeutung gewinnt. Innovationen werden gefördert, Arbeitsplätze geschaffen und die regionale Wirtschaft gestärkt. Außerdem tragen diese Maßnahmen aktiv zum Klimaschutz bei und senken die Abhängigkeit von Energieimporten. Zu den nennenswerten Energieschauplätzen gehören das Kleinwasserkraftwerk Phrn, die Bergstation der Dachstein Südwandbahn und das Wasserkraftwerk Pruggern 1. Wer mehr erfahren möchte, kann sich auf www.langertagderenergie.at umsehen.
Aktuelle Entwicklungen in der Energieversorgung
Die Lage auf den Energiemärkten hat sich im Jahr 2023 merklich entspannt. Das liegt unter anderem an der Diversifizierung der europäischen Gaswirtschaft und einer gesunkenen Gasnachfrage. In der Steiermark sank der Gasverbrauch um rund 21 % und der allgemeine Energieverbrauch reduzierte sich um 5,2 % auf 174 Petajoule. Diese Rückgänge sind erfreulich, auch wenn das Bruttoregionalprodukt inflationsbereinigt um 1,1 % im Vergleich zu 2022 sank. Dennoch zeigt die Steiermark, dass sie auf dem richtigen Weg ist, wenn es um die Senkung des Energieverbrauchs und die Ausbauziele der Erneuerbaren geht. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch erreichte 2023 fast 38 % – ein echter Lichtblick!
Im Jahr 2023 stieg die inländische Primärenergieerzeugung um 8,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Das zeigt, dass die Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien Früchte tragen. Besonders die Photovoltaik hat einen gewaltigen Sprung gemacht und stieg um 70 %, während auch die Wasserkraft um 20 % und die Windkraft um 17 % zulegten. Ein positiver Trend, der nicht übersehen werden sollte. Die Biomassenutzung hat um 3,1 % zugenommen, während der Einsatz von Umgebungswärme um 5,3 % sank. Die Herausforderung bleibt, die Abhängigkeit von Energieimporten, die bei über 62 % lag, zu verringern.
Die Rolle der Statistik und Information
Ein wichtiger Aspekt der erneuerbaren Energien ist die Erfassung und Bereitstellung von Daten. Die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) unterstützt die Bundesregierung durch die Bereitstellung von aktuellen, konsistenten und belastbaren Daten zur Nutzung erneuerbarer Energien. Gegründet im Jahr 2004, hat sie die Aufgabe, umfassende Informationen zu sammeln, die für nationale, EU-weite und internationale Berichtspflichten notwendig sind. Diese Daten sind nicht nur für die Politik wichtig, sondern auch für die Öffentlichkeit, um ein besseres Verständnis für die Herausforderungen und Chancen im Bereich der erneuerbaren Energien zu schaffen.
In Ramsau am Dachstein, einer e5-Gemeinde, die aktiv an Energie- und Zukunftsthemen arbeitet, hat Bürgermeister Hannes Uttinger, der seit dem 28. April 2025 im Amt ist und auch Obmann der Bergrettung Ramsau, das Thema erneuerbare Energien fest im Blick. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Unternehmen und der Bevölkerung ist entscheidend, um die gesteckten Ziele zu erreichen und die Region nachhaltig zu entwickeln. Man darf gespannt sein, wie sich die Entwicklungen in der Steiermark weiter entfalten werden.
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