Wirtschaftsbund Ennstal–Salzkammergut: Herausforderungen und Perspektiven für die heimische Wirtschaft
Heute ist der 26.06.2026 und wir blicken auf eine spannende Versammlung des Wirtschaftsbundes Ennstal–Salzkammergut zurück, die kürzlich in Gröbming stattfand. Der Ort war gut gewählt, denn hier sind die Herausforderungen für die heimische Wirtschaft besonders spürbar. Egon Hierzegger wurde einstimmig als Bezirksobmann wiedergewählt und hat sich damit das Vertrauen der Mitglieder erneut gesichert. Das ist schon eine Leistung, wenn man bedenkt, vor welchen Schwierigkeiten die Unternehmer im Bezirk Liezen stehen – Pandemie, Energiekrise, steigende Kosten und der Fachkräftemangel sind nur einige der Themen, die hier auf dem Tisch liegen.
Hierzegger betont die Notwendigkeit einer starken Interessenvertretung auf Landes- und Bundesebene. Er appelliert an die Politik, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen und Bürokratie sowie hohe Abgaben zu reduzieren. „Wir brauchen einen klaren Kurs, um den Wirtschaftsstandort zu stärken“, sagt er. In diesem Zusammenhang ist es auch interessant, dass sich der Wirtschaftsbund in einem Erneuerungsprozess befindet. Die Regionsgruppen werden neu aufgestellt, und immer mehr junge Unternehmer übernehmen Verantwortung. Sie bringen frischen Wind und neue Ideen mit – eine Entwicklung, die für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes entscheidend sein könnte.
Junge Unternehmer und neue Perspektiven
Bei der Versammlung wurde zudem Barbara Maxonus als neue Bezirksobmann-Stellvertreterin gewählt. Sie sieht enormes Potenzial in den Bereichen Tourismus, Handwerk, Gewerbe, Industrie und Dienstleistungen. „Durch Vernetzung, Innovation und Zusammenarbeit können wir nachhaltiges Wachstum fördern“, erklärt sie entschlossen. Und genau das ist in der heutigen Zeit wichtig, wo die Herausforderungen nicht weniger, sondern eher mehr werden. Die heimische Wirtschaft muss sich anpassen und entwickeln, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Eine der größten Herausforderungen, die auch den Bezirk Liezen betrifft, ist der Fachkräftemangel. Laut dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung wird die Zahl der Erwerbspersonen in Deutschland von aktuell 51 Millionen bis 2040 auf nur noch 48 Millionen sinken. Ein alarmierender Trend, der auch Österreich nicht unberührt lässt. Die demografisch bedingte Alterung der Bevölkerung verstärkt diesen Rückgang, und viele Unternehmen stehen vor der Frage, wie sie diesen Verlust an Arbeitskräften ausgleichen können.
Fachkräftemangel und Lösungen
Der Fachkräftemangel ist nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Realität, die viele Betriebe vor große Herausforderungen stellt. In diesem Zusammenhang könnte die höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen, insbesondere von Müttern, ein entscheidender Faktor sein. Studien zeigen, dass eine Anpassung der Arbeitszeit von Müttern zu einem Plus von rund 645.000 Vollzeitstellen führen könnte. Auch die Zuwanderung spielt eine Rolle: Die rund 1,1 Millionen Zugewanderten aus der Ukraine haben bereits einen positiven Einfluss auf den Arbeitsmarkt, wobei die Erwerbstätigkeit unter diesen Schutzsuchenden von 43% auf etwa 50% gestiegen ist. Dennoch bleibt die Sprachbarriere ein großes Hindernis für viele.
In der Versammlung wurde deutlich, dass die Zeichen der Zeit erkannt werden. Egon Hierzegger und sein Team sind überzeugt, dass durch gezielte Maßnahmen zur Förderung der Erwerbsintegration Fachkräftelücken verringert werden können. Die Situation ist herausfordernd, aber mit einer starken Interessenvertretung und innovativen Ansätzen können die Unternehmer im Bezirk Liezen die Weichen in eine positive Zukunft stellen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie erfolgreich diese Strategien umgesetzt werden können.
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