Das Stift St. Lambrecht: Ein Erbe von Glaube, Natur und Kultur
Heute ist der 11.06.2026 und wir blicken auf das beeindruckende Erbe des Stifts St. Lambrecht in der Region Murau. Die Mönche dieser traditionsreichen Institution bewirtschaften schon seit Jahrhunderten eine beeindruckende Fläche von 5.200 Hektar. Das ist nicht nur viel Land, sondern auch ein großes Verantwortungsbewusstsein für Wälder, Kirchen und zahlreiche denkmalgeschützte Gebäude. Die Erträge dieser Flächen tragen zur Finanzierung der Seelsorge, der Bildung und dem Erhalt des kulturellen Erbes bei.
Im Jahr 2026 gibt es gleich zwei besondere Anlässe, die das Stift in den Vordergrund rücken: Die 30-Jahr-Feier der Naturwärme und das 950-jährige Bestehen des Stiftes. Diese Jubiläen sind ein Grund zum Feiern und zur Besinnung auf die lange Geschichte des Klosters, das nicht nur eine spirituelle, sondern auch eine kulturelle Institution ist.
Die Vielfalt der Flächen
Von den 5.200 Hektar sind etwa 4.500 Hektar Waldflächen. Das ist eine Menge Holz – und das ist nicht nur eine Metapher. Diese Wälder werden sorgfältig bewirtschaftet, und nach jeder Schlägerung wird aufgeforstet. Die Ernte, die hier gewonnen wird, wird erst in vielen Jahren die nächste Generation erreichen. Das zeigt, wie nachhaltig und langfristig die Mönche und ihre 23 Mitarbeiter denken. Etwa 400 Hektar sind landwirtschaftlich verpachtet, während der Rest als Schutzwald dient. Die Mönche verstehen sich als Verwalter des Stiftungsauftrages und legen großen Wert auf den Erhalt dieser Flächen.
Das Klosterareal selbst umfasst rund 10 Hektar und beherbergt etwa 100 denkmalgeschützte Gebäude sowie 22 Kirchen. Hier ist auch ein historischer Stiftsgarten zu finden, der zum Verweilen und Entspannen einlädt. Die Pflege dieser Flächen erfordert nicht nur Zeit und Planung, sondern auch eine große Liebe zum Detail. Rund 3,2 Hektar Dachflächen müssen erhalten und betreut werden – eine echte Herausforderung, die die Mönche mit Hingabe angehen.
Der Einfluss von Benedikt von Nursia
Ein weiterer spannender Aspekt ist die Verbindung zu Benedikt von Nursia, der um 480 in Nursia, Umbrien, geboren wurde. Er gilt als der Vater des abendländischen Mönchtums. Seine Klosterregel, die aus 73 Kapiteln besteht und das Motto „Ora et labora et lege“ („Bete, arbeite und lies“) trägt, hat die Lebensweise der Mönche bis heute geprägt. Benedikt lebte einige Jahre als Einsiedler und gründete später das Kloster auf dem Monte Cassino. Er starb 547 und wurde dort bestattet, neben seiner Schwester Scholastika. Papst Gregor der Große schilderte sein Leben in den „Dialogen“, und 1964 wurde Benedikt von Papst Paul VI. zum Patron Europas erhoben. Seine Gedenktage, der 21. März und der 11. Juli, sind für viele Gläubige von großer Bedeutung.
Das Stift St. Lambrecht ist also nicht nur ein Ort der Seelsorge und der Bildung, sondern auch ein lebendiges Zeugnis der Geschichte und der Tradition, die bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Diese Verbindung von Glaube, Natur und Kultur macht das Stift zu einem einzigartigen Ort, der auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Region Murau spielen wird. Wer sich für diese faszinierende Geschichte interessiert, kann mehr über das Stift auf der offiziellen Webseite erfahren: Stift St. Lambrecht.
Die umfassende Verantwortung, die die Mönche für ihr Land, die Wälder und die kulturellen Schätze übernehmen, ist bewundernswert. Ihre Arbeit sichert nicht nur den Lebensunterhalt der geistlichen Gemeinschaft, sondern auch die Erhaltung eines reichen Erbes für kommende Generationen. Ein gutes Gefühl, zu wissen, dass diese Tradition so lebendig ist!
Für weitere Informationen über die beeindruckende Geschichte und die heutigen Aktivitäten des Stifts, können Sie die ausführliche Beschreibung auf MeinBezirk nachlesen.
