Heute ist der 6.05.2026 und in Murau wird die Debatte um Energy Drinks immer hitziger. Diese koffeinhaltigen Getränke sind bei vielen Jugendlichen äußerst beliebt, und das ist nicht zu übersehen. Eine aktuelle Schülerumfrage hat ergeben, dass 58 Prozent der Befragten ein Verkaufsverbot für unter 14-Jährige als sinnvoll erachten. Das zeigt, dass das Bewusstsein für die möglichen Risiken, die mit dem Konsum von Energy Drinks einhergehen, wächst. Regelmäßiger Konsum kann nämlich negative Auswirkungen auf Schlaf, Konzentration, Gewicht und Gesundheit haben – also alles, was für Schüler wichtig ist! Das Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl empfiehlt, den Konsum in dieser Altersgruppe zu überdenken.
In Kroatien wird bereits über ein Verkaufsverbot für Jugendliche unter 14 Jahren diskutiert. In der Steiermark hingegen plant die Landesregierung kein solches Verbot. Der Jugendlandesrat Stefan Hermann argumentiert, dass die Umsetzung eines Verbots schwierig wäre, da Energy Drinks überall zugänglich sind. Stattdessen setzt das Land auf Aufklärung und Information über die Gefahren dieser Getränke. An Schulen wie dem BG/BRG Knittelfeld sind Energy Drinks im Schulalltag und bei Veranstaltungen ohnehin verboten. Doch das hindert viele Schüler nicht daran, sie vor Tests oder beim Lernen zu konsumieren.
Die Gefahren des Konsums
Die Gefahren sind nicht zu unterschätzen. Mediziner warnen vor Herzrhythmusstörungen, Angstzuständen und Konzentrationsproblemen, vor allem wenn diese Getränke mit Alkohol oder Sport kombiniert werden. Das könnte erklären, warum mehr als jeder vierte Minderjährige regelmäßig Energy Drinks konsumiert – und das bereits mit etwa neun Jahren! Foodwatch kritisiert die Hersteller scharf, da sie ungesunde Produkte gezielt an Minderjährige vermarkten. Marken wie Red Bull und Monster nutzen Social-Media-Influencer und Sportsponsoring, um ihre Produkte zu bewerben, was in der heutigen Zeit besonders wirksam ist.
Ein weiterer Punkt ist der Zuckergehalt dieser Getränke. Eine kleine Dose kann bis zu 54 Gramm Zucker enthalten – mehr als die von der WHO empfohlene maximale Tagesdosis. Dauerhaft erhöhter Konsum kann zu Übergewicht und Diabetes führen, was eine besorgniserregende Entwicklung ist. In mehreren europäischen Ländern gibt es bereits Altersbeschränkungen für den Verkauf von Energy Drinks, während in Österreich diesbezüglich noch keine gesetzlichen Regelungen in Sicht sind.
Gesunde Alternativen
Einige Schüler der 3A-Klasse schlagen vor, gesündere Alternativen wie Traubenzucker oder Müsliriegel zu konsumieren. Das klingt doch nach einem vernünftigen Ansatz, oder? Denn Gelegenheitskonsum wird von vielen Jugendlichen meist nicht als Problem angesehen, kritisch wird es allerdings bei einer Gewohnheit. Die KPÖ hat ein Verbot für unter 14-Jährige gefordert, doch die Landesregierung hat dies abgelehnt. Man setzt stattdessen auf Aufklärung und Information – eine Strategie, die auch die jüngsten Umfragen unterstützen.
Wie geht es nun weiter? Wird die Diskussion um Energy Drinks in Österreich an Fahrt gewinnen? Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die rechtlichen Rahmenbedingungen entwickeln und ob vielleicht doch ein Umdenken einsetzt. Die Stimme der Jugendlichen sollte in diesen Debatten gehört werden, denn schließlich geht es um ihre Gesundheit und Zukunft. Die Zeit wird zeigen, ob das Bewusstsein für die Risiken von Energy Drinks an Schulen und in der Gesellschaft weiter wächst.