In Murau, einem malerischen Ort in Österreich, hat Kristina Rarej-Gleispach ein Buch über das Thema Hochsensibilität veröffentlicht. Ihre Leidenschaft für dieses oft missverstandene Thema kommt nicht von ungefähr: Sowohl sie selbst als auch ihr Sohn und ihr Mann sind hochsensibel. In ihrem Buch möchte sie Mut machen und Verständnis für diese besondere Eigenschaft schaffen, die als vererbbare neurobiologische Eigenschaft beschrieben wird. „Hochsensibilität ist keine Modeerscheinung“, betont sie. Stattdessen hat das Wissen über dieses Thema zu mehr Ruhe und Gelassenheit innerhalb ihrer Familie geführt. Die Familie hat gelernt, auf die Bedürfnisse ihres hochsensiblen Sohnes zu achten und ausreichend Pausen einzuplanen.
Außerdem plant Rarej-Gleispach, Coachings für hochsensible Kinder anzubieten, um ihnen in ihrem Alltag zu helfen. Lesungen in der Region sind ebenfalls in Vorbereitung, sodass sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen teilen kann. Hochsensibilität wird oft mit intensiver Reizwahrnehmung und tiefgehender Verarbeitung von Informationen assoziiert. Rund 15-20 % der Menschen sind betroffen, wie die Psychologin Elaine Aron in ihren Forschungen festgestellt hat. Hochsensible Menschen nehmen ihre Umwelt intensiver wahr, was sowohl zu Empathie und Kreativität führen kann, aber auch Überforderung und Stress auslösen kann.
Herausforderungen im Alltag
Die Herausforderungen sind vielfältig. Überreizung durch äußere Einflüsse, wie laute Umgebungen oder Menschenmengen, kann eine große Belastung darstellen. Um damit umzugehen, ist es wichtig, Ruhephasen einzuplanen und klare Grenzen zu setzen. Hochsensible Menschen profitieren von Rückzugsmöglichkeiten in ihrem Zuhause, wo sie sich regenerieren können. Emotionale Reaktionen sind oft intensiver ausgeprägt. Das kann sowohl bereichernd als auch anstrengend sein. Hier helfen Strategien wie das Aufschreiben von Gefühlen und Achtsamkeitsübungen, um Resilienz zu entwickeln.
Für viele hochsensible Menschen sind zwischenmenschliche Beziehungen eine Herausforderung. Sie wünschen sich tiefgehende Verbindungen, erleben aber häufig Missverständnisse. Offene Kommunikation über Bedürfnisse und Wahrnehmungen ist da ein wichtiger Schritt. In der Berufswelt kann der Leistungsdruck, gepaart mit unklaren Strukturen, eine zusätzliche Hürde darstellen. Auch hier ist es ratsam, einen Arbeitsplatz zu wählen, der die eigenen Stärken berücksichtigt und klare Strukturen bietet. Selbstfürsorge spielt eine zentrale Rolle.
Einfühlungsvermögen und Sensibilität
Hochsensible Menschen haben oft eine ausgeprägte Intuition und nehmen Veränderungen in ihrer Umgebung schnell wahr. Sie sind empfindlicher gegenüber Geräuschen, grellen Lichtern und Gerüchen. Das führt dazu, dass sie bei Lärm oder anderen Reizen überreizt werden können. Ein guter Schlaf ist für hochsensible Menschen besonders wichtig, da Schlafmangel die Empfindlichkeit erhöht. Viele fühlen sich in ruhigen Momenten wohler und benötigen Zeit für sich selbst, um ihre Energie aufzuladen. Leider wird ihre Sensibilität oft missverstanden, was dazu führt, dass sie sich als „zu empfindlich“ wahrgenommen fühlen.
Insgesamt bietet Kristina Rarej-Gleispach mit ihrem Buch und ihren geplanten Coachings eine wertvolle Unterstützung für hochsensible Menschen und deren Familien. Immer mehr Menschen erkennen, dass Hochsensibilität eine Chance sein kann, das Leben erfüllter und bewusster zu gestalten. Mit dem richtigen Wissen und Verständnis lassen sich die Herausforderungen meistern und die besonderen Stärken entfalten. Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, findet in ihrem Buch sowie in zahlreichen Ressourcen weitere wertvolle Informationen. Für Interessierte ist das Buch tatsächlich eine Einladung, sich mit der eigenen Sensibilität auseinanderzusetzen und die darin liegenden Möglichkeiten zu entdecken.
Mehr Informationen zu Hochsensibilität gibt es unter diesem Link.