In der kleinen Gemeinde St. Peter am Kammersberg, genauer gesagt in Althofen, wurde am 1. Mai 2026 ein ganz besonderes Fest gefeiert. An diesem Tag fand das traditionelle Maibaumaufstellen statt, das in diesem Jahr nicht nur den Beginn des Wonnemonats Mai markierte, sondern auch das Jubiläum der Feuerwehr Peterdorf, die stolze 100 Jahre alt wird. Die Feierlichkeiten um dieses Jubiläum haben bereits in der Silvesternacht begonnen und es steht noch viel auf dem Programm, wie die Organisatoren unter HBI Manuel Galler versichern. Die Feuerwehr feiert 100 Jahre.
Das Maibaumaufstellen selbst war ein lebhaftes Spektakel, perfekt organisiert von Feuerwehr, Musikverein und Landjugend. HBI Manuel Galler dankte in seiner Ansprache nicht nur den zahlreichen Helfern, sondern auch den Zuschauern, die das Event zu einem Fest der Dorfgemeinschaft machten. Es war einfach schön zu sehen, wie Groß und Klein zusammenkamen – vom kleinen Kind bis hin zu den fast 90-jährigen Dorfbewohnern. Auch die Familie Tockner erhielt ein großes Dankeschön für die Maibaumspende. Die Seniorenabteilung hatte sich um den Kranz und den Stammschmuck gekümmert, was dem Maibaum eine besonders festliche Note verlieh.
Ein Fest für alle Generationen
Das Aufstellen des Maibaums, das in der Region auch als „Gschroapn“ bekannt ist, wurde mit viel Geschick und Kraft von den Männern der Gemeinde vollzogen. Bei fröhlicher Musik von Michael Galler und einem geselligen Umtrunk mit Imbiss wurde das Maibaumaufstellen zu einem Fest, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Interessanterweise wird das Maibaumumschneiden und die Fahrzeugweihe der Feuerwehr erst Ende September beim Rüsthaus in Althofen stattfinden. Das lässt schon jetzt Vorfreude auf den Herbst aufkommen!
Die Feuerwehr Peterdorf, die in den letzten 100 Jahren viele technische Einsätze und Brandeinsätze geleistet hat, zeigt mit ihrer Jubiläumschronik, dass sie tief in der Geschichte der Gemeinde verwurzelt ist. Diese Chronik, 116 Seiten stark, enthält viele spannende Berichte und Fotos, die die Entwicklung der Feuerwehr dokumentieren. Aktuell hat die Feuerwehr 80 Mitglieder, darunter 63 im Aktivstand, was zeigt, dass das Interesse am Feuerwehrdienst ungebrochen ist.
Tradition und Brauchtum
Das Maibaumaufstellen ist nicht nur ein lokales Ereignis, sondern auch Teil einer viel größeren Tradition, die tief in der österreichischen Kultur verwurzelt ist. Die Nacht zum 1. Mai, auch bekannt als Walpurgisnacht, hat ihren eigenen Zauber. Ursprünglich als Fest zur Vertreibung der Winterdämonen gefeiert, verbindet es vorchristliche Bräuche mit dem Gedenken an die heilige Walburga. Die Walpurgisnacht wird häufig mit Feuern und Tänzen assoziiert, was die festliche Atmosphäre rund um das Maibaumaufstellen weiter unterstreicht. Das Bild der tanzenden Hexen, das durch Goethes Faust berühmt wurde, mag vielleicht nicht direkt mit dem Maibaum zu tun haben, aber der Gedanke an den Frühling und die Gemeinschaft, die an solchen Festen teilnimmt, ist universell.
Die Maifeierlichkeiten, so wie sie heute stattfinden, sind also das Ergebnis vieler Jahrhunderte an Traditionen, die sich über die Zeit entwickelt haben. Diese Mischung aus Brauchtum und modernen Feierlichkeiten zeigt, wie wichtig es ist, die Gemeinschaft zusammenzubringen und alte Traditionen am Leben zu halten. Und das ist es, was diesen Tag in Althofen so besonders macht: Es geht nicht nur um den Maibaum selbst, sondern um die Menschen, die ihn aufstellen, um die Geschichten, die sie teilen, und um die Freude, die sie miteinander erleben.