Klettersteig Silberreith: Abenteuer im Gesäuse
Willkommen im Murtal, wo die beeindruckenden Berge des Nationalparks Gesäuse auf Abenteuerlustige warten. Ein ganz besonderer Ort, der Klettersteig Silberreith, ist hier ein echtes Highlight für alle, die die Herausforderung in der vertikalen Welt suchen. Er gilt als einer der schönsten Klettersteige in den Ostalpen und zieht Kletterer aus nah und fern an. Die Mischung aus atemberaubenden Ausblicken und der sportlichen Herausforderung machen den Silberreith zu einem Muss für Outdoor-Enthusiasten.
Der Klettersteig hat einen mittelschweren Schwierigkeitsgrad (C) und wartet mit 330 Höhenmetern an Stahlseilen auf. Die Kletterzeit beträgt etwa zwei Stunden, inklusive zweier Pausen, die man unbedingt einlegen sollte, um die Aussicht zu genießen und durchzuatmen. Besonders für Sommertouren ist dieser Klettersteig prädestiniert, da der Fels am Morgen noch nicht von der Sonne beschienen wird. Ein frühzeitiger Start, idealerweise etwa um 7 Uhr, hilft nicht nur, die großen Menschenmengen zu umgehen, sondern auch, das Erlebnis in vollen Zügen zu genießen.
Der Zustieg und die Tour
Der Zustieg zum Klettersteig beginnt am Parkplatz beim Donnerwirt, einem charmanten Lokal am Ortseingang des Bergsteigerdorfes Johnsbach. Von dort aus dauert es etwa sechs Minuten, bis man den Tunnel erreicht, und dann geht es weitere sechs Minuten steil bergauf zum Einstieg. Man folgt dem Weg talauswärts und biegt nach dem Tunnel rechts ab – ein gut ausgeschilderter Steig führt direkt zum Klettersteigeinstieg. Die erste Passage ist eine C-Stelle, die als die herausforderndste gilt, aber keine Angst: Die obere Hälfte des Steigs wird als leichter empfunden. Das macht die Sache für Einsteiger oder weniger erfahrene Kletterer etwas entspannter.
Der Abstieg gestaltet sich ebenfalls spannend, dauert aber nur etwa 40 Minuten über einen markierten Wanderpfad zurück zum Donnerwirt. Hier ist es ratsam, die Klettersteigausrüstung erst nach dem Abstieg abzulegen. Die Markierungen führen sicher über einen Waldsteig, einen Fahrweg und letztendlich zurück zur Straße. Man sollte auch wissen, dass der Klettersteig nur von 1. Mai bis 31. Oktober begehbar ist, und zwar von 7 Uhr bis eine Stunde vor Dunkelheit – spätestens jedoch bis 19 Uhr.
Klettern im Gesäuse
Das Gesäuse ist ein wahres Eldorado für Kletterer. Vor 200 Jahren haben hier Admonter Mönche und Jäger mit dem Klettern begonnen. Die ersten Kletterer waren Wiener Bergsteiger, die die „Wiener Schule“ praktizierten. Heute ist das Gesäuse als Hochschule des Alpinismus bekannt, wo sich sowohl erfahrene Kletterer als auch Neulinge wohlfühlen. Die Routen sind oft alpin und wenig gesichert, was bedeutet, dass man hier die Herausforderung und das Abenteuer in vollen Zügen erleben kann.
Wichtige Kletterberge sind die Nordwände der Hochtorgruppe, darunter Ödstein, Haindlkarturm und Dachl. Einige Routen sind echte Klassiker, während andere wie die Ödsteinkante nur für erfahrene Kletterer geeignet sind. Einheimische Kletterer wie Mario Strimitzer und Jürgen Reinmüller haben das Gesäuse nicht nur geprägt, sondern auch zahlreiche neue Routen erschlossen.
Die Anreise ins Gesäuse gestaltet sich unkompliziert mit dem Auto über die A9 bis Trieben oder über das Ennstal nach Admont. Parkplätze sind seit 5. Januar 2023 kostenpflichtig, mit unterschiedlichen Tarifen für Einheimische und Auswärtige. Wer genug vom Klettern hat, findet hier auch zahlreiche andere Aktivitäten wie Wandern, Baden in der Enns oder einen Besuch des Benediktiner-Stifts Admont. Kleiner Tipp: Gleitschirmstart und Base-Jumpen sind im Nationalpark verboten – da sollte man also besser auf den Boden bleiben.
Für die Kletterer, die auf der Suche nach neuen Herausforderungen sind, gibt es auch Kletterführer in Papierform und online, die Informationen zu den Routen bereitstellen. Und, falls einmal etwas schiefgeht, ist der alpine Rettungsdienst im Gesäuse über den Alpin-Notruf 140 oder die internationale Notrufnummer 112 erreichbar. Ein Abenteuer im Gesäuse ist also nicht nur spannend, sondern auch gut organisiert!
Für alle, die den Klettersteig Silberreith bezwingen möchten und das Abenteuer in den Ostalpen suchen, ist das Gesäuse der perfekte Ort. Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel, der Ihnen alle Details zu diesem Klettersteig liefert. Also, auf geht’s – die Berge rufen!
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