In Judenburg brodelt’s! Eines der größten Wasserbauprojekte der Steiermark nimmt Gestalt an: ein neues Stadtkraftwerk, das voraussichtlich im Herbst 2027 fertiggestellt wird. Damit soll Strom für rund 8.000 Haushalte produziert werden. Die Bauarbeiten verlaufen erfreulicherweise im Zeitplan, trotz der gewaltigen Ausmaße und der Komplexität des Projekts. Ein kleiner Lichtblick? Der trockene Winter hat sich positiv auf den Fortschritt ausgewirkt. Josef Maier, technischer Vorstand der Stadtwerke Judenburg AG, äußerte sich optimistisch über die Situation auf der Baustelle.

Die Arbeiten an der Flusssohle sind bereits abgeschlossen. Auch die Uferbereiche wurden mit Wasserbausteinen gesichert. Aktuell ruhen die Bauaktivitäten in der Mur, da naturschutzrechtliche Vorgaben während der Fischlaichzeit bis Oktober eingehalten werden müssen. Das klingt nach einer Menge Planung und Rücksichtnahme, oder? Auf der Baustelle selbst sind zwei große Kräne im Einsatz, um den Materialtransport zu ermöglichen. Und währenddessen werden die Betonbauwerke für das Krafthaus und die Wehranlage errichtet. Nach der Fertigstellung wird die Mur wieder mittiger fließen – das wird ein Anblick!

Ein Ort für die Bevölkerung

Besonders spannend ist das geplante Naherholungsgebiet gegenüber dem Kraftwerk. Das klingt nach einem tollen Ort, um nach einem langen Arbeitstag ein bisschen frische Luft zu schnappen. Bürgermeisterin Elke Florian zeigt sich zufrieden mit dem Projektverlauf und freut sich darüber, dass es bisher keine Beschwerden oder Anfragen gegeben hat. Die Stadtwerke halten die Bevölkerung kontinuierlich informiert und beachten alle Auflagen. Ein Erdhaufen auf der Baustelle, der den Namen „Stromboli“ trägt, wird übrigens noch für die Fertigstellung benötigt. Nette Anekdote, nicht wahr?

Am 20. Juni findet der „Lange Tag der Energie“ statt. An diesem Tag wird die Baustelle für Interessierte geöffnet. Wer einen Blick hinter die Kulissen werfen möchte, muss sich allerdings online anmelden – die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Aber das Warten wird sich lohnen! Neben Baustellenführungen gibt es Informationsstände zu Photovoltaik, Wärmepumpen, E-Ladestationen und E-Mobilität. Auch für die kleinen Besucher ist gesorgt: Kinderanimation und kulinarische Angebote stehen ebenfalls auf dem Programm.

Investitionen für die Zukunft

Ein wichtiger Teil dieser groß angelegten Energiewende ist der neue Transformator im Umspannwerk Judenburg, der am 21. Januar 2026 in Betrieb genommen werden soll. Mit einem Gewicht von 90 Tonnen ist dieser Transformator nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein Schlüsselprojekt zur Stärkung der Netzstabilität. Die Stadtwerke Judenburg investieren in den Ausbau der Energieinfrastruktur, was eine zuverlässige Energieversorgung gewährleistet. Immerhin steigen die Anforderungen durch zunehmende dezentrale Erzeugungsanlagen, insbesondere Photovoltaikanlagen.

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Für 2026 ist zudem eine neue 2-MW-Photovoltaikanlage im Industriegebiet Nord geplant. Diese soll helfen, die steigende Nachfrage durch E-Mobilität und die Elektrifizierung von Industrie und Gewerbe zu bedienen. Die Stadtgemeinde Judenburg unterstützt diese Maßnahmen, die als zukunftsweisende Investitionen gelten. Zwischen 2021 und 2025 flossen rund 13,8 Millionen Euro in das Stromnetz der Region.

Die energetische Situation in der Steiermark

<pDie Lage auf den Energiemärkten hat sich 2023 entspannt. Gründe dafür gibt es einige: die Diversifizierung der europäischen Gaswirtschaft, eine gesunkene Gasnachfrage und gut gefüllte Gasspeicher. In der Steiermark sank der Gasverbrauch um rund 21 % und der gesamte Energieverbrauch um 5,2 % auf 174 Petajoule. Diese Entwicklungen zeigen, dass die Steiermark auf einem guten Weg ist, die Ziele der Klima- und Energiestrategie 2030 plus zu erreichen.

Ein weiterer Lichtblick: Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch erreichte 2023 fast 38 %. Besonders die Photovoltaik hat im Vergleich zum Vorjahr eine beeindruckende Steigerung von 70 % verzeichnet. Das sind erfreuliche Nachrichten für alle, die an einer nachhaltigen Energiezukunft interessiert sind!

Für die Stadt Judenburg und das gesamte Murtal könnte sich hier eine neue Ära anbahnen. Mit dem neuen Stadtkraftwerk und den Investitionen in die Infrastruktur wird nicht nur die Energieversorgung gesichert, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Energiewende geleistet. Man darf gespannt sein, wie sich diese Entwicklungen in den kommenden Jahren entfalten werden.

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