In der Südoststeiermark gibt es aktuell einen Lichtblick auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit sinkt seit sieben Monaten leicht, was natürlich eine positive Nachricht ist. Ende März lag die Arbeitslosenquote im Bezirk bei 5,3 Prozent. Das klingt erst mal gut, doch die Realität sieht differenzierter aus. Ende April waren 2.082 Personen beim AMS in Feldbach gemeldet, dazu zählen auch Schulungsteilnehmer. Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 0,9 Prozent – und das betrifft ausschließlich Männer. Die Frauenarbeitslosigkeit hingegen steigt.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass Ende April 1.605 Arbeitslose beim AMS in Feldbach registriert waren, plus 477 Schulungsteilnehmer. Besonders betroffen sind Hilfsberufe, der Büro- und Verwaltungsbereich sowie der Handel. Und hier kommt der Wermutstropfen: Die Langzeitarbeitslosigkeit steigt dramatisch an – um 34,8 Prozent! Aktuell sind 80 Frauen und 137 Männer länger als ein Jahr arbeitslos. Das ist nicht zu unterschätzen, denn es betrifft viele Menschen direkt.

Stellenangebote und Branchenlage

Auf der positiven Seite gibt es im April immerhin 348 neue Stellenangebote beim AMS, was ein Plus von 18 Stellen bedeutet. Aktuell sind 695 Jobangebote in der Südoststeiermark verfügbar, davon 629 sofort. Es gibt Lichtblicke in den Branchen wie Metall- und Elektroberufe (109 Stellen), Bau (93) und Fremdenverkehr (87). Besonders spannend für die Jugend: Es sind 84 sofort verfügbare Lehrstellen für 38 Jugendliche ausgeschrieben. Das AMS-Team ist bis zum 15. Mai auf Business Tour, um Unternehmen zu besuchen und Beratung anzubieten – vielleicht bringt das noch frischen Wind in die Sache.

Wir sollten uns auch fragen, wie sich diese Zahlen im größeren Kontext entwickeln. Die Abgestimmte Erwerbsstatistik 2023, die demografische Daten sowie Informationen zu Arbeitsstätten und Wohnungen bietet, könnte hier wertvolle Einsichten liefern. Die Arbeitsmarktstatistik für die kommenden Quartale wird aufschlussreiche Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit zeigen. Auch wenn wir aktuell einen Rückgang der Arbeitslosigkeit beobachten, bleibt die steigende Langzeitarbeitslosigkeit ein ernstzunehmendes Problem, das nicht ignoriert werden kann. Ein ganz anderer Blick auf die Entwicklung der letzten Jahre, denn die Herausforderung bleibt, auch die Frauen in den Arbeitsmarkt zurückzuführen.

Für weitere Informationen und einen detaillierten Überblick über die Arbeitsmarktsituation in der Region, schauen Sie gerne in den Artikel auf MeinBezirk.

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