In der Südoststeiermark hat Johann Schleich aus Oberweißenbach ein bemerkenswertes Werk über die bäuerliche Lebenskultur veröffentlicht. Sein neues Buch „Bauernleben im Steirischen Vulkanland“ ist eine weitere Dokumentation seines langjährigen Engagements, das bereits mit dem Bestseller „Kräuterweiber und Bauerndoktoren“ begann, das über 50.000 Exemplare verkauft hat. Schleich hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensart seiner Heimat in Wort und Bild festzuhalten und damit einen wichtigen Beitrag zur regionalen Kulturgeschichte zu leisten.

Die Buchpräsentation fand kürzlich im Veranstaltungszentrum in Feldbach statt. Dort referierte Schleich zwei Stunden lang über verschiedene Facetten der bäuerlichen Lebenskultur, darunter Themen wie Fatschenkinder und Alkoholkonsum in der Volksschule. Auch historische Elemente wie der Haartrog, Zehent, Firta und die „bodegruabigen“ Hühner fanden ihren Platz in seinem Vortrag. Vulkanlandobmann Bürgermeister Josef Ober sprach bei dieser Gelegenheit seinen Dank für Schleichs unermüdlichen Einsatz und seine Leidenschaft aus.

Ein Blick in die Vergangenheit

Das 480-seitige Buch, das im Vehling-Verlag erschienen ist und im Buchhandel erhältlich ist, thematisiert die „gute alte Zeit“ der bäuerlichen Lebenskultur, die bei genauerer Betrachtung jedoch auch Schattenseiten hatte. Schleich beleuchtet die Traditionen und Lebensweisen, die in der Region über Jahrzehnte hinweg prägend waren. Zudem wird eine Wanderausstellung zum Thema Bauernleben, in Zusammenarbeit mit Karl Lenz konzipiert, bereits am 22. April starten und durch die Gemeinden des Vulkanlandes touren.

Die Entwicklung der Region

Das Steirische Vulkanland hat eine bewegte Geschichte, die von der Grenzlage im 20. Jahrhundert geprägt war. Diese Region war lange Zeit eine Grenze zwischen West und Ost, was sich mit dem EU-Beitritt Österreichs 1995 grundlegend änderte. Freier Markt und Wettbewerb führten zu neuen Herausforderungen für die landwirtschaftliche Produktion. In diesem Kontext haben sich 14 Bürgermeister, angeführt von Ing. Josef Ober, zusammengetan, um ein Zukunftskonzept zu entwickeln. Ihr Ziel war es, die Region von einer Grenzregion zu einer innovativen und lebenswerten Region zu transformieren.

Seit der Gründung des Vereins zur Förderung des Steirischen Vulkanlandes im Jahr 1999 wurde der Name „Vulkanland“ offiziell und bündelte die Aktivitäten in der Region. Die Regionsmarke „Steirisches Vulkanland“ zielt darauf ab, die Stärken und Schwächen der Region neu zu deuten. Im Jahr 2010 wurde die Vision 2025 ins Leben gerufen, die sich auf die Themen menschliche, ökologische und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit konzentriert. Diese Vision bildet die Grundlage für das regionale Entwicklungsleitbild und die LEADER-Strategie der Region.

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Mit seinem neuen Buch trägt Johann Schleich nicht nur zur Bewahrung der lokalen Geschichte bei, sondern leistet auch einen wertvollen Beitrag zur Identitätsstiftung in der Region. Die Themen und Geschichten, die er aufgreift, sind nicht nur für die Bewohner des Vulkanlandes von Bedeutung, sondern bieten auch Interessierten von außerhalb einen tiefen Einblick in die kulturellen Wurzeln und die Entwicklung dieser einzigartigen Region.