Im großen Dorfwirt-Gästesaal in Oberweißenbach hielt der Autor und Journalist Johann Schleich einen aufschlussreichen Vortrag zur historischen Entwicklung und Volkskunde des Vulkanlandes. Mit einem beeindruckenden Bildmaterial von 220 Fotografien nahm er die Anwesenden mit auf eine Zeitreise, die die geologische Geschichte und die Entstehung des Vulkanlandes beleuchtet. Schleich erklärte, dass vor etwa 20 Millionen Jahren ein Meer über das Gebiet strömte und dass archäologische Funde belegen, dass bereits vor 6.000 Jahren Menschen in dieser Region lebten.
Insbesondere die Hypothese, dass vor 18 Millionen Jahren in Oberweißenbach bereits Häuser standen und Urelefanten, Krokodile sowie Tapire vorbeischlenderten, sorgte für Staunen unter den Gästen. Die kontinuierliche Besiedlung begann vor etwa 1.000 Jahren, als Bauern das fruchtbare Vulkanland urbar machten. Schleich hob hervor, wie die Menschen trotz der Gefahren aus dem Osten das Land prägten und gestalteten. Zu den Gästen zählten unter anderem ESV-Obmann Karl Brandl, Oberschulrat Karl Lenz, Vulkanland-Obmann Bgm. Josef Ober, Stadtrat Markus Billek und Nationalratsabgeordnete Agnes Totter. Weitere Informationen über diesen interessanten Vortrag können Sie in dem Artikel auf MeinBezirk nachlesen.
Einblicke in das bäuerliche Leben
In Verbindung mit Schleichs Vortrag wurde auch die dritte Wanderausstellung „Bauernleben im Steirischen Vulkanland“ erwähnt, die von Karl Lenz und Johann Schleich konzipiert wurde. Diese Ausstellung bietet den Besuchern tiefere Einblicke in den bäuerlichen Alltag der Region und dokumentiert die Veränderungen im Leben der Menschen über die Jahre hinweg. Die Eröffnung dieser Ausstellung wird mit Spannung erwartet und trägt zur weiteren Erschließung der Geschichte des Vulkanlandes bei. Weitere Details finden Sie auf Kleine Zeitung.
Der Vulkanismus in der Region
Die geologische Geschichte des Vulkanlandes ist eng mit dem Vulkanismus verbunden, der Österreich seit mehreren Millionen Jahren prägt. Die Oststeirischen Vulkane waren zwischen 18 und 1,8 Millionen Jahren aktiv und sind das Ergebnis des Zusammentreffens der Erdkrusten von Afrika und Europa. Diese vulkanischen Aktivitäten führten zur Bildung markanter Felsformationen, wie etwa der Riegersburg und Kapfenstein, die heute als Überreste dieser geologischen Prozesse sichtbar sind.
Obwohl der Vulkanismus in Österreich weitgehend im Ausklingen begriffen ist, zeugen erhöhte thermische Tiefengradienten von seiner Präsenz. Thermenanlagen und Wellness-Ressorts im Thermen- und Vulkanland Steiermark nutzen diese geologischen Gegebenheiten und tragen zur touristischen Attraktivität der Region bei. Weitere Informationen rund um den Vulkanismus in Österreich finden Sie auf Steiermark.com.
Die Verbindung zwischen der reichen Geschichte des Vulkanlandes und dem heutigen Leben der Menschen ist ein faszinierendes Thema, das mit jedem Vortrag und jeder Ausstellung weiter erkundet wird. Die Region bleibt ein lebendiges Zeugnis der Kräfte, die sie geformt haben, und der Menschen, die in ihr leben.