In der Südoststeiermark gibt es spannende Neuigkeiten aus der Automobilindustrie. Die Resch GmbH in St. Stefan im Rosental hat einen Großauftrag von einem bedeutenden deutschen Automobilhersteller erhalten. Das Unternehmen, das 2000 gegründet wurde und mittlerweile 60 Mitarbeitende, darunter neun Lehrlinge, beschäftigt, hat sich auf innovative Automatisierungslösungen spezialisiert. Geschäftsführer Gerald Resch und seine Frau Andrea stehen an der Spitze und leiten die Geschicke des Unternehmens, das vor allem in der Entwicklung von Automatisierungstechnologien für Vorserien und Industrialisierungsphasen tätig ist.
Aktuell testet die Resch GmbH Bauteile für die Vorserienproduktion. Diese Bauteile sind bis zu 1,2 Meter lang und erfordern eine präzise Handhabung. Roboter kommen dabei zum Einsatz, um schwere Komponenten zu greifen, sie zu positionieren und durch mehrere Stationen zu führen. Kamerasysteme überwachen dabei nicht nur die Positionen, sondern auch Temperaturen und Zeiten. Die Demolinie umfasst sechs Stationen, darunter eine Auspack- und Positionierstation sowie automatisierte Klebe- und Hebeeinheiten.
Komplexität und Präzision im Fokus
Das aktuelle Projekt ist besonders herausfordernd. Es dreht sich um ein großdimensioniertes Gehäuse mit einer integrierten Funktionsfläche aus modernen Antriebstechnologien. Die Klebestellen werden dabei temperatur-, zeit- und druckgesteuert aufgebracht, um die Aushärtungszeiten genau einzuhalten. Alle Prozessparameter – die kleinen, aber entscheidenden Details – werden automatisch erfasst und via QR-Code dokumentiert. Es ist ein komplexes Zusammenspiel, das besondere Fachkenntnisse und technologische Lösungen erfordert.
Gerald Resch hebt hervor, dass dieser Auftraggeber einer der renommiertesten Automobilhersteller der Welt ist. Es bleibt spannend, denn der Name bleibt geheim! Doch die Herausforderung, die Automatisierbarkeit der Bauteile unter realitätsnahen Bedingungen zu testen und abzusichern, ist für das Unternehmen eine großartige Gelegenheit. Der enge Zeitrahmen von nur zwölf Wochen, um das Konzept in die Automatisierung zu überführen, bringt zusätzlichen Druck, aber auch eine gehörige Portion Adrenalin.
Technologische Vorreiterrolle
Resch setzt dabei nicht nur auf bestehende Technologien, sondern entwickelt auch eigene Lösungen, wenn die geforderten Produkte am Weltmarkt nicht verfügbar sind. Die Kombination aus mechanischer CNC-Bearbeitung, Glas- und Keramikbearbeitung, Rührreibschweißen, additiver Fertigung sowie Konstruktion und Vorrichtungsbau macht das Unternehmen besonders vielseitig. Die Resch GmbH beliefert hauptsächlich Kunden in Österreich, Deutschland, Spanien und Japan und hat eine indirekte Exportquote von beeindruckenden 85 Prozent.
Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich der Technologiebetrieb aus Glojach in der steirischen Landschaft etabliert hat. Die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und industrieller Umsetzung ist ein Schlüssel zu ihrem Erfolg. Die Region profitiert von dieser Innovationskraft, die nicht nur Arbeitsplätze sichert, sondern auch einen Beitrag zur Zukunft der Automobilindustrie leistet.
Die Resch GmbH bleibt also ein spannendes Unternehmen, das mit seinen Lösungen das Potenzial hat, die Branche nachhaltig zu verändern. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das Projekt entwickeln wird und welche technologischen Wunder die kommenden Wochen bringen.
