Am Sonntag, dem 31. Mai, um 18.25 Uhr, wird es spannend auf ORF 2. Die neue TV-Dokumentation „Vision und Zusammenhalt – Die Kraft der steirischen Regionen“ feiert ihre Premiere. Diese Dokumentation gibt uns einen tiefen Einblick in die Entwicklung der steirischen LEADER-Regionen seit dem EU-Beitritt Österreichs. Besonders das Steirische Vulkanland sowie die ersten fünf LEADER-Regionen – Almenland, Ennstal-Ausseerland, Schilcherland, Kraftspendedörfer Joglland und das Steirische Vulkanland – stehen hierbei im Mittelpunkt. Die Geschichten, die erzählt werden, sind nicht nur informativ, sondern auch inspirierend, denn sie zeigen, wie regionale Ideen zu erfolgreichen Projekten geführt haben, unterstützt durch das EU-Förderprogramm LEADER.

Die Pionierinnen und Pioniere dieser Initiative berichten von ihren Anfängen vor rund 30 Jahren und beleuchten die heutigen Erfolgsgeschichten. Es sind die Menschen vor Ort, deren Engagement und Herzblut im Mittelpunkt stehen. Mitte Mai wurde der Film im ORF Landesstudio Steiermark präsentiert – ein Event, bei dem unter anderem ORF Steiermark-Landesdirektor Gerhard Koch, Regisseur Wolfgang Scherz und Produzent Manuel Mellacher anwesend waren. Auch Vertreter der LEADER-Regionen, wie Vulkanland-Obmann Josef Ober, ließen sich blicken.

LEADER-Programm und seine Bedeutung

Doch was ist eigentlich dieses LEADER? Die Abkürzung steht für „Liaison entre actions de développement de l’économie rurale“ und ist ein Programm der Europäischen Union zur Stärkung des ländlichen Raums. Voraussetzung für die Umsetzung ist die Zusammenarbeit von Gemeinden, die sich zu Regionen zusammenschließen müssen. Im Steirischen Vulkanland haben sich beispielsweise 29 Gemeinden mit rund 97.000 Einwohnern zusammengeschlossen, um gemeinsam das LEADER-Programm zu realisieren. Ihr Ziel? Innovative Projekte, die den strategischen Vorgaben der Lokalen Entwicklungsstrategie entsprechen, zu unterstützen.

Die lokale Bevölkerung spielt dabei eine zentrale Rolle. Aktionsgruppen werden gebildet, um regionale Entwicklungskonzepte zu erarbeiten. Diese Gruppen identifizieren die Stärken und Schwächen ihrer Region und wählen Projekte aus, die gefördert werden sollen. Dabei wird gezielt darauf geachtet, verschiedene Akteure einzubeziehen und den Einfluss der öffentlichen Hand zu begrenzen.

EU-Förderung und ländliche Innovation

LEADER und die Europäische Innovationspartnerschaft (EIP Agri) sind zwei zentrale EU-Instrumente, die darauf abzielen, innovative Projekte in ländlichen Regionen zu unterstützen. Sie basieren auf der ELER-Förderung, einer Maßnahme zur Verbesserung der Lebensbedingungen im ländlichen Raum. LEADER hat in Deutschland beispielsweise 14 % der ELER-Mittel ab 2023 erhalten, was über dem EU-Mindestplafond von 5 % liegt. Diese Förderung ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der ländlichen Gemeinden und zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung.

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Die EIP Agri hingegen fokussiert sich auf die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Forschung und anderen Akteuren. Sie unterstützt Projekte, die auf Ressourcenschonung, Wettbewerbsfähigkeit und den Austausch zwischen Theorie und Praxis abzielen. All diese Initiativen tragen dazu bei, dass ländliche Regionen lebendig und zukunftsfähig bleiben.

Die Dokumentation am Sonntag wird also nicht nur die Erfolge des LEADER-Programms sichtbar machen, sondern auch die Menschen, die mit Leidenschaft und Engagement daran arbeiten, ihre Heimat weiterzuentwickeln. Schalten Sie ein und lassen Sie sich inspirieren!