Im beschaulichen Voitsberg gibt es in der Turnsportwelt so einiges zu berichten. Der Atus Köflach, ein Verein mit rund 50 aktiven jungen Turnerinnen und Turnern, hat sich in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Ruf erarbeitet. Eine der größten Attraktionen des Vereins sind ohne Zweifel die Schwestern Lilian und Leonie Lamperter. Ihre gemeinsame Reise im Turnsport begann 2018, als sie durch YouTube-Videos inspiriert wurden und beim Atus Köflach über einen Schnuppertag eintraten. Wer hätte gedacht, dass die beiden in so kurzer Zeit zu so herausragenden Athletinnen heranwachsen würden?

Lilian, die mittlerweile 15 Jahre alt ist, hat sich als wahres Talent entpuppt. Ihr erstes großes Highlight war der Gewinn des steirischen Landesmeistertitels in der Jugendklasse im Jahr 2020. Auch die schwierigen Trainingsbedingungen während der Pandemie konnten sie und ihre Schwester nicht aufhalten. Während viele andere in dieser Zeit pausieren mussten, trainierten die Lamperter-Schwestern munter weiter zuhause. Ihr Fleiß wurde 2024 belohnt, als Lilian den Juniorentitel im Sprung bei den österreichischen Staatsmeisterschaften gewann – ein historischer Moment für den Atus Köflach, denn das war der erste Staatsmeistertitel im Kunstturnen seit 56 Jahren!

Die Erfolge der Lamperter-Schwestern

Die Erfolge von Lilian sind beeindruckend, doch auch Leonie hat sich in der Turnlandschaft einen Namen gemacht. Trotz einer einjährigen verletzungsbedingten Pause in 2023 und 2024 hat sie nicht aufgegeben und sich zu einer der besten Turnerinnen im Turn10-Bereich entwickelt. Mit 99,5 von 100 Punkten sicherte sie sich den Landesmeistertitel im Oberstufenbewerb und bewies einmal mehr ihr außergewöhnliches Talent. Bis heute hat Leonie an 37 Wettkämpfen teilgenommen und dabei zahlreiche Goldmedaillen gewonnen. Die beiden Schwestern sind nicht nur außergewöhnliche Athletinnen, sie sind auch ein tolles Vorbild für den Nachwuchs im Verein.

Atus Köflach ist stolz auf die Lamperter-Schwestern, die sich gegenseitig unterstützen. In einer Sportart, die oft von Konkurrenz geprägt ist, zeigen sie, dass Teamgeist und familiäre Bindungen auch im Turnsport eine wichtige Rolle spielen. Es sind solche Geschichten, die den lokalen Sport beleben und inspirieren.

Turnsport in Österreich

Aber nicht nur in Köflach tut sich einiges im Turnsport. Auf nationaler Ebene sind bereits spannende Ereignisse in Planung. So wird Robert Labner, der Generalsekretär von Turnsport Austria, seine Funktion zur Verfügung stellen. Die Bewerbungsfrist für seine Nachfolge läuft bis zum 21. Juni 2026. In der Zwischenzeit stehen wichtige Wettbewerbe auf dem Programm: Vom 27. bis 31. Mai 2026 findet die Europameisterschaft der Rhythmischen Gymnastik in Warna, Bulgarien, statt, und am 6./7. Juni 2026 werden die Trampolin-Staatsmeisterschaften in Wien-Brigittenau ausgetragen. Gleichzeitig bereiten sich die besten Sportaerobicer*innen auf die Staatsmeisterschaft am 4. Juni in Wien vor. Das Jahr 2026 wird also ein spannendes Jahr für den Turnsport in Österreich!

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Die Lamperter-Schwestern sind Teil dieser aufstrebenden Bewegung und zeigen, dass der Turnsport in Österreich lebendig und dynamisch ist. Ihre Geschichten sind nicht nur inspirierend, sie sind ein Beweis dafür, dass mit Leidenschaft, Fleiß und ein bisschen Unterstützung von der Familie und dem Verein Großes erreicht werden kann. Wer weiß, vielleicht wird man die beiden Schwestern bald bei internationalen Wettkämpfen sehen. Man darf gespannt sein, was die Zukunft für sie bereithält.