Generationenübergreifender Austausch im Margarethenhof Voitsberg
Am 16. Juni 2026 erlebte die 2b-Klasse der Mittelschule Voitsberg einen besonderen Tag im Margarethenhof Voitsberg. Nach dem steirischen Vorlesetag, der den Austausch von Geschichten und Traditionen förderte, stand der Besuch im Pflegeheim auf dem Programm. Die Schüler hatten sich im Unterricht intensiv mit weststeirischen Sagen beschäftigt, die sie nun in einem generationsübergreifenden Rahmen vortragen durften. Ziel war es, nicht nur die Sagen zu teilen, sondern auch Gespräche über die Vergangenheit zu führen und von den Lebensgeschichten der Bewohner zu lernen.
Die Vorfreude war spürbar, als zwei Bewohnerinnen und Bewohner ihre Geschichten zum Besten gaben. Diese persönlichen Erzählungen, gepaart mit den Sagen der Schüler, schufen eine lebendige Atmosphäre, die den Austausch zwischen Jung und Alt auf ganz besondere Weise förderte. Das Werk des Historikers Ernst Lasnik, „Von der Trud, der Wilden Jagd und Geschäften mit den Teufel“, diente als Grundlage für die Vorbereitungen im Unterricht. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Schüler nicht nur die Sagen präsentierten, sondern auch Fragen formulierten, die den Bewohnern die Möglichkeit gaben, ihre Erinnerungen zu teilen.
Ein Tag voller Begegnungen
Ein Highlight des Besuchs war die Beeren-Bowle, die für generationsübergreifende Gespräche sorgte. Während die Schüler die süßen Köstlichkeiten genossen, wurde über das Leben, die Geschichten und die Erfahrungen der Bewohner gesprochen. Nach dem Vorlesen gab es eine gemeinsame Jause, bei der selbstgebackener Kuchen und die von den Schülern hergestellten Lebkuchenherzen für ein festliches Ambiente sorgten. Die Freude und der Stolz, etwas Eigenes beizutragen, waren den Schülern anzusehen.
Die Führung durch die Einrichtung war ebenso aufschlussreich. Die Schüler erhielten Einblicke in die Therapieküche, die Kreativ-Werkstatt und das Gemeinschaftscafé. Diese Bereiche waren nicht nur für die Bewohner, sondern auch für die Schüler eine Entdeckungstour. Es war spannend zu sehen, wie vielseitig der Alltag im Margarethenhof gestaltet ist. Diese Erfahrungen sensibilisierten die Schüler für Berufe im Pflegebereich und weckten Interesse an einer möglichen Zukunft in diesem Bereich. Schüler wie Luca Kameritsch und Michael Müller äußerten ihr Interesse, künftig im Margarethenhof zu arbeiten, was für die Heimleitung, Daniela Dirnbäck, und die Pflegedienstleitung, Tina Hartl, ein erfreuliches Signal war.
Persönliche Eindrücke der Schüler
Die Eindrücke der Schüler waren durchweg positiv. Liina Fejzullahi war überrascht über den abwechslungsreichen Alltag der Bewohner, während Valentina Dietrich die freundliche Betreuung und den herzlichen Umgang lobte. Jana Eisner zeigte sich begeistert von der wohnlichen Gestaltung und den Kunstwerken, die die Bewohner geschaffen hatten. Raphael Raudner war beeindruckt von der positiven Einstellung der Bewohner, die trotz ihrer Lebensumstände strahlten. Diese Begegnungen hinterließen bei den Schülern einen bleibenden Eindruck, der weit über den Tag hinaus wirken könnte.
Der Besuch im Margarethenhof ist Teil eines größeren Trends, der in der Steiermark gefördert wird. Gerade das Bildungsnetzwerk Steiermark (BNW) spielt eine zentrale Rolle, indem es den Zugang zu Bildungsangeboten für alle Altersgruppen erleichtert. Bibliotheken, wie die Fachstelle Lesezentrum Steiermark, dienen als Orte der Begegnung und fördern die Lesekultur. Die verschiedenen Programme für Generationenprojekte, die vom Katholischen Bildungswerk Steiermark angeboten werden, unterstützen die Entwicklung von Projekten, die das Miteinander von Jung und Alt stärken.
Ein solches Miteinander ist nicht nur wichtig für die persönliche Entwicklung, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt. Projekte, die auf Begegnung und Austausch abzielen, sind unerlässlich, um das Verständnis zwischen den Generationen zu fördern. Veranstaltungen wie die im Margarethenhof zeigen, wie wertvoll solche Initiativen sind. Der Tag war ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Geschichten und Erfahrungen Brücken zwischen den Generationen schlagen können, und wir dürfen gespannt sein, welche Impulse daraus entstehen. Weitere Informationen zu diesen Themen finden Sie in der deutschen digitalen Bibliothek.
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