„La Corte schließt in Voitsberg: Marco Urbano konzentriert sich auf Graz“
Das italienische Restaurant „La Corte“ am Voitsberger Hauptplatz schließt Ende Juli seine Türen. Marco Urbano, der Besitzer, hat diese Entscheidung getroffen, um sich ganz auf sein Restaurant „La Corte Graz“ zu konzentrieren. Nach zwölf Jahren in Voitsberg verabschiedet sich Urbano mit einem wehmütigen Blick auf die Vergangenheit, die für ihn ein ganz besonderes Kapitel war. Vor seiner Zeit in Voitsberg war er im „La Corte“ in Schadendorf tätig, wo er ebenfalls seine Leidenschaft für die italienische Küche auslebte.
Die Schließung von „La Corte“ bedeutet jedoch nicht das Ende für die treuen Gäste: Gutscheine, die in Voitsberg erworben wurden, bleiben gültig und können in Graz eingelöst werden. Diese Regelung ist sicherlich ein Lichtblick für viele, die die köstliche italienische Küche vermissen werden. Ab dem 31. Juli wird das Lokal in Voitsberg dann zum Verkauf angeboten – ein weiterer Schritt in einem Kapitel, das für Urbano nun zu Ende geht. Eine Veränderung, die nicht nur für ihn, sondern auch für die lokale Gastronomie spürbar sein wird.
Ein Blick auf die italienische Gastronomie
Die italienische Gastronomie hat sich in den letzten Jahren als widerstandsfähig erwiesen, trotz zahlreicher Herausforderungen. Ein aktueller Bericht von Fipe-Confcommercio beschreibt die Resilienz und das moderate Wachstum des Sektors, der auch 2025 noch 324.436 aktive Unternehmen verzeichnen wird. Interessanterweise zeigt sich, dass der Rückgang in der Restaurantbranche mit -0,4 % im Vergleich zu einem stärkeren Rückgang von -2,2 % in der Bar-Sektion deutlich geringer ist. Das bedeutet, dass Restaurants wie „La Corte“ trotz schwieriger Zeiten nach wie vor beliebt sind und eine wichtige Rolle im kulinarischen Alltag spielen.
Die Gastronomie steht jedoch nicht ohne ihre Herausforderungen da. Es gibt hohe Fluktuationen, mit mehr als 25.000 Schließungen und über 10.000 Neueröffnungen jährlich, was die Branche in ständiger Bewegung hält. Ein besorgniserregender Aspekt ist, dass fast die Hälfte der neu gegründeten Betriebe innerhalb von fünf Jahren scheitern. Und während der Außer-Haus-Konsum weiterhin ansteigt, kämpfen viele Betriebe mit der Rekrutierung von qualifiziertem Personal. Die demografischen Entwicklungen und das Alter der Bevölkerung stellen zusätzliche Hürden dar, die es zu meistern gilt.
Marco Urbano’s Entscheidung, sich auf Graz zu konzentrieren, könnte auch eine Reaktion auf diese Entwicklungen sein. Ein Schritt, der zeigt, dass Anpassungsfähigkeit und Innovation in der Gastronomie unerlässlich sind, um langfristig erfolgreich zu sein. Vielleicht ist es gerade die Kombination aus traditioneller italienischer Küche und moderner Effizienz, die den Unterschied macht. Die Zukunft der Gastronomie bleibt spannend, und wir dürfen gespannt sein, wie sich die Branche in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.
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