Österreichs Freediving-Talente setzen neue Rekorde und Maßstäbe
In den letzten Monaten hat die freediving Szene in Österreich viel Aufregung und beeindruckende Leistungen erlebt. Besonders herausragend sind die Erfolge von Martina Weitenthaler und Christin Gerstorfer, die beide bei internationalen Wettbewerben glänzten und neue Maßstäbe setzten.
Martina Weitenthaler, eine aufstrebende Athletin aus Voitsberg, wagte sich an ihre ersten Indoor-Freediving-Weltmeisterschaften in Serbien und Ungarn. Bei der AIDA-Weltmeisterschaft in Budapest legte sie beeindruckende Distanzen zurück: 156 Meter mit Bi-Fins, 167 Meter mit der Monoflosse – dies stellte nicht nur eine persönliche Bestleistung dar, sondern auch einen österreichischen Rekord, der später noch verbessert wurde. In der Disziplin No-Fins konnte sie 122 Meter erreichen, diese Leistung wurde jedoch aufgrund eines Fehlers im Oberflächenprotokoll nicht gewertet. Ihre 4:38 Minuten in der Disziplin Statik waren ebenfalls eine persönliche Bestleistung. Bei der anschließenden CMAS-Weltmeisterschaft in Novi Sad, Serbien, setzte sie noch einen drauf: 172,5 Meter mit Bi-Fins, was erneut einen österreichischen Rekord darstellt, der später um einen Meter verbessert wurde. Auch in den Disziplinen No-Fins und Monoflosse zeigte sie hervorragende Leistungen mit 115 und 168 Metern.
Christin Gerstorfer: Österreichs Rekordhalterin
Ein weiteres bemerkenswertes Talent ist Christin Gerstorfer, die sich als 13-fache österreichische Rekordhalterin einen Namen gemacht hat. Sie nahm an der AIDA Freediving Weltmeisterschaft 2025 in Limassol, Zypern, teil. Diese bedeutende Veranstaltung fand auf einem Offshore-Tanker in bis zu 170 Meter tiefem Wasser statt und wurde live über YouTube gestreamt. Trotz gesundheitlicher Rückschläge, die sie zuvor erlitten hatte – inklusive eines monatelangen Krankenhausaufenthalts – stellte sie mehrere neue Nationalrekorde auf. Unter anderem gelang ihr ein beeindruckender Tauchgang auf 71 Meter im Tieftauchen (FIM), und sie erreichte bei ihrer ersten WM-Teilnahme Platz 21 der Welt mit drei erfolgreichen Tauchgängen.
Ihre Leistungen bei der WM waren beachtlich: 44 Meter im No Fins (CNF) – Platz 15, 70 Meter mit Bi-Fins (CWTB) – Platz 13, was ihren 13. neuen österreichischen Rekord darstellt, und 68 Meter im Free Immersion (FIM) – Platz 12. Am Finaltag wagte sie den Versuch, 75 Meter in der Disziplin Monofin zu tauchen, um den letzten noch nicht gebrochenen österreichischen Tiefenrekord zu knacken. Leider überdehnte sich dabei ihr Trommelfell, was zu gesundheitlichen Problemen führte, aber sie kehrte sicher an die Oberfläche zurück. Der Tauchgang wurde allerdings aufgrund einer Welle, die eine Disqualifikation zur Folge hatte, nicht offiziell anerkannt.
Christin Gerstorfer, die sich aktiv für den Ausbau der Freediving-Szene in Österreich einsetzt, plant, weiterhin zu trainieren, um den 75-Meter-Rekord zu brechen und möglicherweise in Zukunft sogar die 100 Meter zu erreichen. Dies ist eine ganz schöne Herausforderung! Zudem wird sie bei der kommenden Poolmeisterschaft „Hydro Dynamic“ als Safety Taucherin tätig sein. Für ihre internationalen Wettkämpfe finanziert sie vieles selbst und hat eine GoFundMe-Kampagne gestartet, um zusätzliche Unterstützung zu erhalten. Dank gebührt ihrer Familie, Freunden und Sponsoren, die sie auf ihrem Weg begleiten.
Die Leistungen dieser beiden Sportlerinnen zeigen, wie dynamisch und spannend die Freediving-Szene in Österreich ist. Ihre Erfolge sind nicht nur persönliche Triumphe, sondern tragen auch zur Sichtbarkeit und Weiterentwicklung des Sports in der Region bei. Man darf gespannt sein, was die Zukunft für sie bereithält!
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