In der Mittelschule Voitsberg gibt’s immer wieder spannende Workshops, die sowohl lehrreich als auch lecker sind. Kürzlich hatte die 2b-Klasse das Vergnügen, Judith Lieschnegg-Lichtenegger von den Seminarbäuerinnen zu empfangen. Judith ist nicht nur eine leidenschaftliche Bäuerin, die einen Demeter-Hof im Bezirk Leibnitz betreibt, sondern auch eine Expertin für die Themen Regionalität, bewusstes Einkaufen und vegetarische Ernährung. Da wird einem gleich klar, dass man hier nicht einfach nur den Unterrichtsstoff durchgeht, sondern sich aktiv mit der eigenen Esskultur auseinandersetzt.

Der Workshop war eine bunte Mischung aus theoretischem Input und praktischen Übungen. Die Schülerinnen bekamen einen tiefen Einblick in die Herkunft gängiger Lebensmittel – und das war zum Teil ganz schön schockierend! Wusstet ihr, dass viele Produkte in österreichischen Supermärkten aus China kommen? China ist sogar der größte Produzent von Kartoffeln, Zitronen und Brokkoli weltweit. Das führte zu einer regen Diskussion über die Qualität der Böden, die Luft und die Arbeitsbedingungen dort. Judith erklärte den Jugendlichen auch, worauf sie beim Einkaufen achten sollten: Herkunftsgütesiegel sind wichtig, und der Einsatz von Dünge- und Spritzmitteln sollte kritisch betrachtet werden.

Regional und biologisch: Ein neuer Trend

Die Schülerinnen waren besonders neugierig auf den praktischen Teil des Workshops. Judith stellte fünf vegetarische Rezepte vor, die mit in Österreich angebauten Produkten zubereitet werden können. Und das Beste daran? Es gab eine Verkostung! Die köstliche Spargelcremesuppe, die verschiedenen Gemüse-Aufstriche, die Dinkelvollkornweckerl und das Hirsedessert kamen bei den Jugendlichen super an. Das Feedback? Sie wollen künftig mehr auf Herkunftsbezeichnungen achten und bleiben offen für neue vegetarische Rezepte.

Diese Entwicklung ist nicht nur in Voitsberg zu beobachten. Laut einer aktuellen Umfrage halten 45% der Bürger in Österreich regionale Vermarktung für wichtig. Das zeigt sich auch im Trend, dass immer mehr Menschen Wert auf den Einkauf regionaler Lebensmittel legen. Die kürzlich veröffentlichte Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bestätigt diesen Trend. Die neue Förderung zur Steigerung regionaler Wertschöpfung zielt darauf ab, regionale Unternehmen zu stärken und innovative Projektideen zu unterstützen.

Ein Teil dieser Förderung ist das Initialisierungsmanagement, das den Projektnehmenden hilft, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Hierbei werden verschiedene Themenfelder abgedeckt, wie Kooperationsformen bei der Vermarktung regionaler Lebensmittel oder Logistikansätze beim Absatz. Die Herausforderungen in der Außer-Haus-Verpflegung sind dabei nicht zu unterschätzen – es geht darum, geeignete Gebindegrößen zu finden und die Nachfrage nach regionalen Produkten zu steigern.

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All das spricht für ein Umdenken in der Gesellschaft, wenn es um Ernährung geht. Die Verbindung zwischen Landwirtschaft, Regionalität und Gesundheit wird immer wichtiger. Und vielleicht ist der Workshop an der Mittelschule Voitsberg ein kleiner, aber feiner Schritt in die richtige Richtung.