Thomas Mauerhofer wagt Comeback beim härtesten Radrennen der Welt
Heute ist der 17.06.2026, und die Spannung in Weiz ist beinahe greifbar. Thomas Mauerhofer, ein bekannter Ultracyclist aus Anger, hat sich erneut in die Herausforderung des Race Across America (RAAM) geworfen. Nach sieben Jahren Pause wagt er sein Comeback und startet am 16. Juni 2026 in Oceanside, Kalifornien. Das RAAM gilt als das härteste Radrennen der Welt, und Mauerhofer hat sich gut darauf vorbereitet. Auf einer Strecke von 4.933 Kilometern mit unglaublichen 35.493 Höhenmetern geht es durch 13 Bundesstaaten bis nach Atlantic City, New Jersey. Das Ziel ist klar: Die Strecke in unter zehn Tagen zu bewältigen.
Die Geschichte dieses Abenteuers ist nicht ohne Rückschläge. Mauerhofer nahm 2018 zum ersten Mal am RAAM teil, doch ein schwerer Unfall, bei dem er von einem Auto gerammt wurde, führte zu einem Halswirbelbruch und einer Not-Operation, die eine Querschnittlähmung verhinderte. 2019 versuchte er ein Comeback, gab jedoch aufgrund der enormen mentalen Belastung auf. Aber jetzt, mit frischer Motivation und einem Team von zwölf Unterstützern an seiner Seite, ist er fest entschlossen, das Rennen erfolgreich zu beenden.
Die Vorbereitung
Die Vorbereitung auf solch eine Herausforderung ist kein Zuckerschlecken. Mauerhofer begann schon im November mit einer Mischung aus Ergometerfahren, Laufen und Krafttraining. Ab März 2023 stand intensives Radfahren auf dem Programm – etwa 20 Stunden pro Woche! Das ganze Training fand unter extremen Bedingungen statt, unter anderem in den Rocky Mountains, wo er am Wolf Creek Pass auf über 3.300 Metern Höhe trainierte. Und stolz verkündete er, dass sein Motto für dieses Rennen lautet: „Hinfallen ist erlaubt, aber liegen bleiben nicht.“
Insgesamt gingen beim Einzelbewerb 18 Teilnehmer an den Start. Eine dieser starken Persönlichkeiten ist Phillip Kaider, ein weiterer österreichischer Teilnehmer und Vorjahressieger. Die Fahrer müssen sich auf verschiedene Herausforderungen einstellen: von der Hitze in Kalifornien bis zum rauen Terrain der Rocky Mountains. Der Weg führt durch mehrere Gebirge, und jeder Abschnitt bringt seine eigenen Schwierigkeiten mit sich. Schlafentzug, Temperaturwechsel und monotone Abschnitte sind nur einige der Herausforderungen, die auf die Athleten warten.
Ein Rennen voller Emotionen
Das RAAM ist nicht nur ein physisches, sondern auch ein psychologisches Experiment. Die Teilnehmer schlafen im Schnitt nur etwa 90 Minuten pro 24 Stunden. Mauerhofer weiß das nur zu gut, und doch bleibt er optimistisch. Die mentalen Strapazen sind nicht zu unterschätzen. „Man muss einfach immer weiterfahren“, sagt er. Und während er auf die Strecke geht, hat er auch die Unterstützung seines Teams im Hinterkopf, denn die Qualität der Crew kann entscheidend für den Erfolg sein.
In den letzten Jahren hat Mauerhofer durch seine Leistungen, darunter der dritte Gesamtrang und der Vize-Weltmeistertitel in seiner Altersklasse bei der 24-Stunden-Einzelzeitfahren-WM im Oktober 2025, viel Selbstvertrauen gesammelt. Er hat gezeigt, dass er bereit ist, an seine Grenzen zu gehen – und darüber hinaus. Während die Fahrer nun die Grenze nach Arizona überqueren, sind die Fans in Weiz voller Hoffnung. Es bleibt spannend, ob er seine Ziele erreichen kann.
Das RAAM, das seit 1982 existiert, hat sich als eines der anspruchsvollsten Ultraausdauerevents weltweit etabliert. Und auch wenn die Strecke mit minimalen Pausen absolviert wird, stehen die Athleten und ihre Geschichten im Vordergrund. Die Herausforderungen, die sie überwinden müssen, sind nicht nur physischer Natur, sondern auch eine Frage des Willens – des unaufhörlichen Drangs, das Unmögliche möglich zu machen. Thomas Mauerhofer ist auf dem besten Weg, ein weiteres Kapitel in seiner beeindruckenden Karriere zu schreiben. Die Welt schaut zu und wartet auf das nächste Update.
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