In der Welt des Rallycross ist Alois Höller ein Name, der für Legendenstatus steht. Mit seinen 67 Jahren hat der Athlet nicht nur Erfahrung, sondern auch beeindruckende Erfolge vorzuweisen. Bei der österreichischen Rallycross-Staatsmeisterschaft in Nyirad, Ungarn, konnte er seinen Titel verteidigen und sicherte sich den dritten Platz. Ein spannender Wettkampf, der mit 160 Rennautos und einer stark besetzten Supercars-Kategorie, in der 20 Fahrzeuge an den Start gingen, aufwartete. Höller qualifizierte sich für das Halbfinale der besten zwölf, wo er schließlich als Vierter ausschied und somit den Einzug ins Finale verpasste.

Der Rennverlauf war alles andere als einfach. Eine Kollision mit einem ungarischen Fahrer hätte fatale Folgen haben können, blieb aber ohne größere Konsequenzen. Höller zeigte sich jedoch unbeeindruckt und schloss den dritten Vorlauf mit einer starken Zeit ab. Sein Ford Fiesta lief gut, auch wenn die Motorleistung am Sonntag nachließ. „Ich plane, den Motor zu revidieren“, verriet Höller nach dem Rennen. Er dankte seinem Team und den Sponsoren für die Unterstützung, die ihn durch die Saison getragen haben.

Spannung und Taktik in Nyirad

Das Saisonfinale war besonders spannend, denn ein Unwetter hatte den Rallycross-Lauf in Fuglau abgesagt. Höller musste seine Taktik anpassen, um das Risiko im Wettkampf gegen Zbigniew Staniszewski zu minimieren. Diese strategische Anpassung zahlte sich aus, denn Staniszewski fiel im Halbfinale aus, was Höller den Titel sicherte. Dennoch war die Strecke in Nyirad nicht ohne Herausforderungen. Sie gilt als eine der anspruchsvollsten der Welt und verlangte den Fahrern alles ab. Höller hielt sich im stark besetzten Starterfeld aus gefährlichen Situationen heraus, unterstützt von Anweisungen seines Bruders Hermann.

Mit diesem dritten Platz in Nyirad hat Höller nun seinen dritten Staatsmeistertitel in Folge errungen – ein bemerkenswerter Erfolg, der seinen insgesamt 45. Titel in der Karriere markiert. „Die Saison ist für mich noch nicht vorbei“, betonte Höller optimistisch. In der CEZ-Meisterschaft hat er noch die Chance, den zweiten Platz zu erreichen. Das Finale der FIA Zentraleuropa-Meisterschaft 2024 findet am 19. und 20. Oktober am Slovakia Ring statt. Die Vorfreude auf weitere Herausforderungen ist spürbar.

Ein Blick auf die Rallycross-Geschichte Österreichs

Die Erfolge von Alois Höller sind nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch Teil einer langen Tradition im österreichischen Rallycross. Franz Wurz, der in den 70er und 80er Jahren den Titel des Rallycross-Europameisters für Österreich gewann, legte den Grundstein für die heutigen Erfolge. Herbert Grünsteidl und Andreas Bentza folgten in seinen Fußstapfen. Die Umwandlung der Europameisterschaft in die FIA RX-Weltmeisterschaft hat das Rallycross-Fahren auf ein neues Level gehoben, und das World RX Team Austria plant, diese Erfolgsgeschichte fortzusetzen.

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Die Strecken, auf denen gefahren wird, variieren enorm, wobei die Mischung aus Asphalt und Schotter den Fahrern alles abverlangt. Höller und sein Team wissen, dass jeder Lauf eine Herausforderung ist, und es wird spannend sein zu sehen, wie sich die Saison weiterentwickelt. Es bleibt nur zu hoffen, dass wir noch viele aufregende Momente von diesem talentierten Fahrer erleben dürfen!