Bierdeckel mit Herz: Genuss und Naturschutz auf den Almen von Steyr
In Steyr gibt es Neuigkeiten, die die Herzen von Almfans und Bierliebhabern höherschlagen lassen! Der Tourismusverband Alpenland startet im September eine spannende Bierdeckel-Aktion, die gleich auf 60 bewirtschaftete Almen und Hütten ausgeweitet wird. Jeder dieser Orte bekommt 360 eigens gestaltete Bierdeckel, die ein wenig vom Lebensgefühl der Region vermitteln sollen. Die Mottos „Satt und glücklich? Passiert hier öfter.“ und „Neuer Lieblingsplatz? Passiert hier öfter.“ laden zum Verweilen ein und betonen die Gastfreundschaft und die kulinarischen Genüsse, die die Almen bieten.
Stephanie Armbruckner, die Marketingleiterin des Tourismusverbandes, hebt hervor, wie wichtig die Almen als Erlebnisorte und Botschafter der Region sind. Die Bierdeckel werden persönlich von den Mitarbeitern des Verbandes an die Hüttenwirte übergeben. So wird nicht nur der direkte Austausch gefördert, sondern auch die Partnerschaft und das Miteinander in der Region betont. Und das Beste? Im Herbst zeigen sich die Almen und Landschaften in einem besonders eindrucksvollen Licht, das einfach zum Verweilen einlädt!
Ein zweiter Blick auf Bierdeckel-Aktionen
Aber das ist noch nicht alles! Neben dieser Aktion gibt es eine weitere interessante Bierdeckel-Initiative, die sich mit dem Schutz von Raufußhühnern wie Auerhuhn, Birkhuhn und Alpenschneehuhn beschäftigt. Unter dem Motto „Nicht querfeldein, das wäre fein!“ sollen Wanderer für den Schutz dieser bedrohten Vogelarten sensibilisiert werden. Die Bierdeckel enthalten vier Verhaltensregeln, die helfen sollen, die Vögel während ihrer Brutzeit nicht zu stören. Hierzu zählen das Verweilen auf den Wegen, das Wandern nur tagsüber, das Anleinen von Hunden und das Meiden von Schutz- und Schongebieten.
Diese Aktion ist besonders wichtig, da die Birkhuhn-Population in Deutschland dramatisch gesunken ist – von einst 2.000 Brutpaaren auf heute nur noch etwa 1.000. Wanderer und insbesondere freilaufende Hunde stellen eine große Gefahr für die Nester dar. Ein QR-Code auf den Bierdeckeln verweist auf eine Website mit weiteren Informationen. Initiatoren dieser Aktion sind Daniela Feige und Mathilde Cuchet, Gebietsbetreuerinnen des Landkreises Garmisch-Partenkirchen. Sie haben das Ziel, ein Bewusstsein für einen naturverträglichen Umgang im Gebirge zu schaffen.
Gemeinsam für den Schutz der Natur
Das ist längst nicht das Ende der Fahnenstange. Die steigenden Touristenzahlen belasten die alpine Natur und gefährden damit auch die Raufußhühner und ihre Lebensräume. Das Euregio-Projekt „Raufußhühner – Sensibilisierung von Bergtouristen“ setzt genau hier an, um die Besucher auf den wichtigen Schutz dieser Arten aufmerksam zu machen. Immerhin sind die Lebensräume dieser Vögel auch für Menschen attraktive Erholungsorte. Geplant sind sogar Aktionstage im Sommer 2025, um die Besucher direkt vor Ort zu sensibilisieren.
Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen von INTERREG VI Österreich-Bayern 2021-2027 gefördert und umfasst nicht nur Hütten im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, sondern auch solche im Naturpark Karwendel auf österreichischer Seite. Die Zusammenarbeit mit den Werdenfelser Werkstätten sorgt zudem für nachhaltige Bierdeckelhalterungen aus Ahornholz. So wird nicht nur das Bewusstsein für die Natur geschärft, sondern auch auf die Bedeutung der Almen als Rückzugsorte für bedrohte Arten hingewiesen.
Die Kombination aus regionalen Genussmomenten und Umweltbewusstsein könnte also nicht passender sein. Auf zur nächsten Alm, um beim Genießen des kühlen Biers auch etwas für die Natur zu tun!
