Steyr Motors vor der Wende: Red Cat Holdings plant Übernahme mit Auswirkungen für die Region
Heute ist der 24. Oktober 2026 und in Steyr brodelt es. Die Steyr Motors AG hat kürzlich eine verbindliche Zusammenschlussvereinbarung mit Red Cat Holdings und der SMOT Acquisition GmbH getroffen. Diese Neuigkeit sorgt für Aufregung unter den Aktionären und in der gesamten Region. Der Vorstand hat einstimmig beschlossen, das Business Combination Agreement (BCA) abzuschließen, und nun stehen die Zeichen auf Übernahme.
Was bedeutet das konkret? Nun, Red Cat Holdings, ein Unternehmen mit Sitz in Nevada, USA, das an der NASDAQ unter dem Tickersymbol „RCAT“ notiert ist, plant, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre von Steyr Motors zu machen. Der Angebotspreis liegt bei 39 Euro pro Aktie – ein ziemlich attraktives Angebot, wenn man bedenkt, dass die Mindestannahmeschwelle für die Übernahme bei 50 Prozent plus einer Aktie liegt. Das bedeutet, dass Red Cat mindestens 50 Prozent der Steyr-Aktien erwerben muss, um die Übernahme abzuschließen.
Details zur Übernahme
Die Offerte wird veröffentlicht, sobald die Angebotsunterlage bereitsteht, was vor dem 15. November 2026 geplant ist. Die Annahmefrist für das Angebot endet am 18. Dezember 2026. Besonders spannend ist, dass die B&C Holding Österreich GmbH bereits zugesagt hat, ihre 15 Prozent der Steyr-Aktien anzunehmen. Das könnte den Prozess erheblich beschleunigen!
Ein weiterer interessanter Punkt: Red Cat verpflichtet sich, den Sitz, die Fertigung und die Forschung am Standort Steyr für mindestens drei Jahre nicht zu verlegen. Das gibt den Mitarbeitern und der Region ein gewisses Maß an Stabilität und Sicherheit. Außerdem hat Red Cat angekündigt, für zwei Jahre keine betriebsbedingten Kündigungen von Mitarbeitern vorzunehmen. Das ist in Zeiten wie diesen, wo Veränderungen oft Unsicherheit mit sich bringen, eine gute Nachricht.
Die Rolle von Vorstand und Aufsichtsrat
Die aktuellen Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats bleiben unverändert, was eine gewisse Kontinuität verspricht. Red Cat plant, im Aufsichtsrat entsprechend ihrer Aktionärsstellung vertreten zu sein, was für eine enge Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen sorgt. Auch die Steyr Motors AG hat zugesichert, ihre Unterstützung bei möglichen Delistings oder Squeeze-outs anzubieten. Die Vorstände beider Seiten werden die Annahme des Angebots in einer begründeten Stellungnahme empfehlen – ein Schritt, der Vertrauen schaffen soll.
Steyr Motors ist bekannt für seine Hochleistungsmotoren, die unter anderem in Defense-Spezialfahrzeugen, Booten und Hilfsaggregaten eingesetzt werden. Die Kombination aus Red Cats Ressourcen und Steyrs technischem Know-how könnte also durchaus Potenzial für innovative Entwicklungen haben.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird. Die nächsten Wochen könnten entscheidend dafür sein, ob dieser Zusammenschluss tatsächlich zu einer Revolution im Bereich der Motorentechnologie führt oder ob es doch zu unerwarteten Wendungen kommt. In jedem Fall ist die Aufregung in der Stadt spürbar, und man darf gespannt sein, wie die Aktionäre auf das Übernahmeangebot reagieren werden.
