Steyr setzt Hangschutzprojekt mit weiterer Felsnasensprengung in Unterhimmel fort
In Unterhimmel steht die nächste heikle Etappe des Steinschlagschutzprojekts bevor: Am 5. November 2026 sollen voraussichtlich weitere Felsnasen gesprengt werden. Beginn ist für 15 Uhr geplant. Die kontrollierte Sprengung soll dazu beitragen, künftige Steinschläge zu verhindern und die Sicherheit im betroffenen Hangbereich des Steyrer Stadtteils zu erhöhen.
Eine erste Sprengung hat bereits im August stattgefunden. Die Vorarbeiten für den zweiten Termin sind weitgehend abgeschlossen. Zuständig für das Hangschutzprojekt ist die Wildbach- und Lawinenverbauung, durchgeführt wird die Sprengung von einer Spezialfirma.
Gefahrenzone wird abgesichert
Damit niemand durch möglichen Streuflug zu Schaden kommt, hat der Magistrat Steyr auf Grundlage der Einschätzung eines Sprengsachverständigen eine Gefahrenzone festgelegt. Absperrgitter, Hinweistafeln und Sprengposten sichern den Bereich. Ein Sprengsignal kündigt den Einsatz an.
Das Betreten der Gefahrenzone ist verboten. Wer sich dort aufhält, muss sie nach dem ersten Signal 30 Minuten vor der Sprengung verlassen. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden vorab vom Magistrat Steyr informiert.
Ein Plan der Gefahrenzone, der aktuelle Sprengtermin und Antworten auf häufige Fragen sind unter steyr.at/schutzprojekt abrufbar.
Zeitplan nach erster Sprengung angepasst
Ursprünglich waren ab dem 11. August 2026 über rund zehn Wochen jeweils dienstags und donnerstags Sprengungen vorgesehen. Nach der ersten Sprengung am 11. August verlief die Maßnahme erfolgreicher als prognostiziert. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse machten weitere Evaluierungen und Nacharbeiten am Hang notwendig.
Deshalb wurden die nächsten Projektschritte angepasst. Vor der Kalenderwoche 36 waren keine weiteren Sprengtermine vorgesehen. Aktuelle Informationen zum Zeitplan veröffentlicht die Stadt ebenfalls unter steyr.at/schutzprojekt.
Steinschlag bleibt schwer berechenbar
Steinschläge, Felsstürze und Bergstürze treten in Österreichs alpinen und hochalpinen Regionen wegen der Geologie, des Landschaftsreliefs und des Klimas häufig auf. Solche Ereignisse kündigen sich oft nicht an. Für Menschen in betroffenen Gebieten ist das eine erhebliche Gefahr; Gebäude können schwer beschädigt werden, lange Abschnitte alpiner Verkehrswege gefährdet sein.
Wiederholt wurden Häuser von herabstürzenden Felsblöcken durchschlagen oder sogar zerstört. Die Wildbach- und Lawinenverbauung des Bundesministeriums plant, errichtet und erhält Schutzsysteme gegen diese stürzenden Prozesse. Eine Broschüre informiert außerdem über Ursachen, Risiken und den Umgang mit Steinschlaggefahren.
