50 Jahre Lebenshilfe Lungau: Ein Fest der Inklusion und Hoffnung
Am 9. Oktober 2026 wird in Ramingstein ein ganz besonderes Fest gefeiert: Die Lebenshilfe im Lungau kann auf 50 Jahre wertvolle Arbeit zurückblicken. Die Feierlichkeiten finden am Jagglerhof statt und sind nicht nur ein Rückblick auf die vergangenen fünf Jahrzehnte, sondern auch der feierliche Rahmen für die Verleihung des ersten Lungauer Inklusionspreises. Ein Grund zur Freude, denn Inklusion ist hier im Lungau ein großes Thema und wird seit 2024 als Vorreiter in diesem Bereich anerkannt.
Die Lebenshilfe Salzburg hat ihren Ursprung in Tamsweg, wo am 1. April 1976 die erste Einrichtung außerhalb der Stadt Salzburg eröffnet wurde. Ursprünglich gab es ein Wohnheim, das tagsüber als Tagesheimstätte diente. Der Fokus lag immer darauf, die Lebensqualität von Menschen mit intellektuellen Behinderungen zu verbessern. Aktuell werden 35 Menschen in der Region begleitet, und das Angebot reicht von verschiedenen Wohnmöglichkeiten über eine klassische Werkstätte bis hin zu zahlreichen Arbeitsplätzen in Kooperation mit der Wirtschaft.
Ein Zeichen für Inklusion
Im Rahmen der Feierlichkeiten zur 50-Jahr-Feier wird auch der Lungauer Inklusionspreis ins Leben gerufen, ein Schritt, der die Sichtbarkeit und Bekanntheit von Projekten fördern soll, die Inklusion in Österreich vorantreiben. Für den Österreichischen Inklusionspreis, der heuer zum neunten Mal vergeben wird, können Projekte bis zum 7. September eingereicht werden. Die Kategorien reichen von Bildung über Gesundheit bis hin zu Freizeit und Kultur – ein breites Spektrum, das zeigt, wie wichtig Inklusion in verschiedenen Lebensbereichen ist.
Die Verleihung des Österreichischen Inklusionspreises findet am 2. Dezember in der Expedithalle der Ankerbrotfabrik statt. Alle Preisträger*innen dürfen sich auf ein professionell erstelltes Video freuen, das ihre Projekte in den Fokus rückt. Besonders herausragende Initiativen können sich auch über einen Förderpreis von 10.000 Euro freuen. Den Sonderpreis für ein Lebenshilfe-Projekt gibt es ebenfalls, was die Bedeutung dieser Organisation und ihrer Initiativen unterstreicht.
Ein Blick in die Zukunft
Harald Pagitsch, der seit Juli 2025 die Werkstätte der Lebenshilfe Lungau leitet, wird sicherlich auch an der Verleihung des Inklusionspreises teilnehmen. Mit einem Standort für Frühförderung und Familienbegleitung, der mobilen Familienberatung sowie verschiedenen Therapien bietet die Lebenshilfe umfassende Unterstützung für Familien mit Kleinkindern unter vier Jahren. Das ist einfach wichtig! Denn Inklusion beginnt schon in der frühesten Kindheit.
Die Lebenshilfe im Lungau hat also in den letzten 50 Jahren viel bewegt und wird auch weiterhin eine zentrale Rolle in der Förderung der Inklusion spielen. Der Lungau hat es geschafft, sich als Modellregion zu etablieren, und das ist nicht nur für die Region, sondern für ganz Österreich von Bedeutung. Wer weiß, vielleicht inspiriert die Feier am Jagglerhof noch viele weitere Projekte und Initiativen, die Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Auf die nächsten 50 Jahre!
