Die Vorfreude auf einen Ausflug zum Gardasee, dem beliebten Ziel für viele Münchner, könnte bald getrübt werden. Am 30. Mai 2026 wird ein Abschnitt vor dem Brenner aufgrund einer angemeldeten Kundgebung stundenlang gesperrt. Diese Vollsperrung unterbricht die Nord-Süd-Transitroute und sorgt für Umleitungen, die sowohl Autos als auch Lkw und Busse betreffen. Wer an diesem Tag mit dem Auto fahren möchte, sollte seine Pläne überdenken, wenn es sich einrichten lässt.
Für Reisende, die dennoch die malerischen Ufer des Gardasees erreichen wollen, gibt es Alternativen. Eine Möglichkeit ist die Route über den Reschenpass (B180). Diese führt zwar über 61 Kilometer und kostet rund anderthalb Stunden zusätzliche Fahrtzeit, bietet dafür aber eine entspannende Aussicht auf die Alpenlandschaft. Die Ausweichroute führt von München über Garmisch-Partenkirchen nach Imst und weiter nach Bozen, um den Raum Innsbruck zu umfahren. Insgesamt sollte man mit einer Reisezeit von ungefähr 6 Stunden rechnen, wobei hier auch mit Verzögerungen aufgrund des erhöhten Verkehrs oder einer Baustelle bei Nauders zu rechnen ist.
Alternativen zur Anreise
Eine von den Tiroler Behörden angekündigte Umleitung über die Schweiz führt über den Gotthard-Pass und könnte die Reise auf mindestens 10 Stunden ausdehnen. Das klingt nicht gerade verlockend, oder? Eine entspannendere Anreise bietet die Zugverbindung ab München mit mehreren Eurocity-Zügen nach Italien, die sogar in Rovereto halten. Von dort aus fahren regelmäßig Regionalbusse zum Nordufer des Gardasees, beispielsweise nach Riva del Garda. Eine sehr angenehme Alternative für all die, die sich dem Stress des Straßenverkehrs entziehen möchten.
Wer mit dem Auto anreisen will, findet verschiedene Hauptrouten, wie den Brenner (A13/A22), den Reschenpass, den Fernpass oder das Timmelsjoch. Die Fahrzeit ab München variiert zwischen 3 und 5 Stunden, abhängig vom gewählten Ziel, der Route und dem Verkehrsaufkommen. Besonders empfehlenswert ist es, in der Hauptsaison vor 6 Uhr von München aufzubrechen. Ansonsten sind Abfahrten ab 7 Uhr ideal. Staus sind hier nicht selten, besonders zu Stoßzeiten!
Mautkosten und Routenoptionen
Die Mautkosten sind ein weiterer Aspekt, den man nicht außer Acht lassen sollte. Für die Brennerroute etwa fallen Kosten von ca. 12,80 € für die 10-Tages-Vignette in Österreich an, plus 12,50 € pro Strecke auf der Brennerautobahn und etwa 13 € pro Strecke in Italien. Um mal ein Beispiel zu nennen: Wer von München nach Affi am südlichen Gardasee fährt, kann mit insgesamt 37,90 Euro rechnen. Für die Strecke nach Rovereto Süd, am nördlichen Gardasee, sind es immerhin noch 35,10 Euro.
Für die Routen über den Reschenpass und den Fernpass gibt es keine Mautkosten, was sie besonders attraktiv für Reisende macht, die ein wenig Geld sparen wollen. Der Reschenpass ist zudem weniger überfüllt und bietet eine kurvenreiche, malerische Strecke – ideal für alle, die gerne die Landschaft genießen und nicht nur von A nach B hetzen möchten.
Ein echter Geheimtipp für Autofahrer ist der Stopp am Brenner, wo es einen McDonald’s mit Panoramablick gibt. Hier kann man sich mit dem ersten Espresso in Italien auf den weiteren Weg einstimmen. Der ikonische Kirchturm von Graun am Reschenpass ist ein beliebtes Fotomotiv und sollte auf keinen Fall verpasst werden.
Die Straßen im Herbst und Frühjahr sind weniger überfüllt, und das Timmelsjoch ist in der Regel von Mitte Oktober bis Ende Mai geschlossen. Das Timmelsjoch ist zwar eine anspruchsvolle Strecke mit atemberaubenden Aussichten, aber nur für erfahrene Fahrer geeignet, die die kurvenreiche Straße zu schätzen wissen.
Wer den Gardasee schnell erreichen möchte, hat also verschiedene Optionen – sowohl hinsichtlich der Routen als auch der Transportmittel. Egal, wie man sich entscheidet, das Ziel ist immer die gleiche: die Schönheit des Gardasees zu genießen und die Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Ein bisschen Planung im Voraus kann hier nicht schaden, vor allem, wenn man am 30. Mai unterwegs ist!
Für weitere Informationen über die Anreise und Mautgebühren lohnt sich ein Blick auf die Quelle sowie die zweite Quelle und die dritte Quelle.