Die Imster Bergbahnen trotzen den widrigen Branchentrends und setzen auf ein Ganzjahreskonzept, um ihre wirtschaftliche Stabilität zu sichern. In der Region stehen die Betreiber vor Herausforderungen wie Klimawandel, steigenden Energiepreisen, hohem Investitionsdruck und veränderten Freizeitverhalten. Die Gäste erwarten heutzutage mehr als nur den Transport auf die Pisten; Erlebnisangebote, Kulinarik und Veranstaltungen sind gefragt, während umweltbewusstes Handeln immer mehr in den Fokus rückt.
Die Imster Bergbahnen umfassen zwei Gondelbahnen und die Alpine Coaster Imst, die längste Alpen-Achterbahn der Welt. Im Winter bietet das Gebiet einen Schlepplift, ein Übungsgelände, zwei Naturrodelbahnen und neun Pistenkilometer. Doch die Sommermonate sind die stärkste Saison für die Bergbahnen, wobei das Ganzjahresmodell als Basis des wirtschaftlichen Erfolgs gilt. Geschäftsführer Bernhard Schöpf hebt hervor, dass man unabhängig vom Wintertourismus agieren möchte.
Attraktionen und Angebote
Die kontinuierlichen Investitionen in technische Beschneiung und moderne Seilbahninfrastruktur, die zuletzt 2021 erneuert wurde, sind entscheidend für den Erfolg. Die neue Seilbahn, die seit Dezember 2021 in Betrieb ist, hat über 2,5 Millionen Gäste befördert. Die Alpine Coaster Imst, die seit 2003 über 2,6 Millionen Fahrten verzeichnet hat, begeistert mit ihrer 3,5 km langen Strecke und einem 450-Grad-Kreisel. Diese Achterbahn bietet Wellen, Steilkurven und Jumps, wodurch sie zu einem familienfreundlichen Ausflugsziel wird. Kinder ab 3 Jahren dürfen mitfahren, ab 8 Jahren können sie alleine fahren.
Die Bahn ist so konzipiert, dass ein Entgleisen der Schlitten unmöglich ist, da sie auf einem Vier-Rohr Schienensystem gleiten. Die Steuerung erfolgt über seitliche Bremshebel, die eine individuelle Fahrgeschwindigkeit ermöglichen, und das Bremssystem funktioniert auch bei Regen oder Schnee, was einen ganzjährigen Betrieb sichert. Zudem gibt es an der Talstation den Albins Spielepark mit zahlreichen Attraktionen für Kinder, was die Region zu einem idealen Ziel für Familien macht.
Wirtschaftliche Herausforderungen und Tourismus
Die Bergbahnen finanzieren ihren Betrieb eigenständig und genießen eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung, was sich in einem intensiven Besuch von Einheimischen widerspiegelt. Bürgermeister Stefan Weirather beschreibt die Imster Bergbahnen als wichtiges Freizeit- und Naherholungsgebiet. Die Gastronomie am Berg, wie die UAlm, Latschenhütte und Muttekopfhütte, bietet hochwertige Speisen und trägt zur Attraktivität des Gebiets bei.
Die Sommerbetriebszeiten für 2026 sind vom 30. April bis 1. November mit langen Öffnungszeiten, was den Besuchern viele Möglichkeiten bietet, die Region zu erkunden. Die Alpine Coaster Imst und die UAlm-Bahn sind in den ersten Wochen von Donnerstag bis Sonntag geöffnet, bevor sie ab dem 21. Mai täglich für Gäste zur Verfügung stehen.
Inmitten der Herausforderungen, die der Klimawandel für Skigebiete mit sich bringt, wie den steigenden Energiepreisen und der Notwendigkeit, Kunstschnee zu verwenden, setzt die Region auf Ganzjahrestourismus. Angesichts dessen sind die Imster Bergbahnen gut aufgestellt, um auch in Zukunft ein attraktives Freizeitangebot zu gewährleisten. Trotz der Schwierigkeiten, die sich aus dem veränderten Freizeitverhalten und den Umwelteinflüssen ergeben, hoffen die Betreiber, dass die Gäste auch weiterhin den Weg nach Imst finden, um die vielfältigen Angebote zu genießen.