Heute ist der 5.06.2026 und die Nachrichten aus dem Tiroler Oberland bringen uns zum Schwelgen in Erinnerungen – und das aus gutem Grund. Im Februar 2026 brachen Andreas und Mathias Eberl mit ihrer stolzen Kuh Lore zur IGBS-Schau in die Schweiz auf. Lore, eine Lennox-Tochter, hat nicht nur das Herz ihrer Züchter, sondern auch die Herzen der Zuschauer im Sturm erobert. Diese Kuh war nicht nur einfach eine Kuh; sie wurde zur ersten nicht-schweizerischen Championkuh und schrieb damit Geschichte für die österreichische Braunviehzucht. Jubel und Emotionen durchzogen die Atmosphäre, als das Tiroler Team ihren Sieg feierte. Mathias war so überwältigt von den Gefühlen, dass er kurz zusammenbrach – ein Moment, der zeigt, wie tief die Verbindung zwischen Mensch und Tier sein kann.
Der Sieg wurde nicht nur im Ring gefeiert, sondern auch von Rudolf Eberl, dem stolzen Urgroßvater der beiden Züchter, der im Alter von 102 Jahren die Preisverleihung live am Handy verfolgte. Seine Rührung war spürbar, als er auf seine Urenkel schaute, die das Erbe der Viehzucht weiterführen. Zwei Tage nach dem großen Sieg fiel Rudolf in einen Tiefschlaf. Eine Woche später verstarb er, umgeben von der Liebe seiner Familie und einer Lebensgeschichte, die stets von Kühen und der Viehzucht geprägt war. Ein erfülltes Leben, das in den Erinnerungen seiner Nachkommen weiterlebt.
Die bemerkenswerte Lore
Lore, die Championkuh, hat eine Durchschnittsleistung von 8.805 kg Milch, mit einem Fettgehalt von 5,09 % und 4,01 % Eiweiß. Das sind Zahlen, die für sich sprechen! Diese beeindruckenden Werte machen sie zu einer echten Zuchtperle, die nicht nur in der Schweiz, sondern auch weit darüber hinaus Anerkennung findet. Ihr Erfolg ist ein Meilenstein in der Geschichte der Tiroler Landwirtschaft und ein Zeichen für die Qualität der Braunviehzucht in Österreich.
Das Austria-Team ließ an diesem Tag nichts anbrennen. Auch Hannes Klausner aus Strass feierte seinen Erfolg mit seiner Brice-Tochter Miranda, die die jüngste Abteilung gewann und den Gesamt-Eutersieg sowie den Reservechampiontitel aller Erstmelkkühe errang. Ein wahrhaft beeindruckendes Bild von Teamgeist und harter Arbeit, das an diesem Tag auf der Schau gelebt wurde. Es ist einfach schön zu sehen, wie die Züchter zusammenarbeiten und gemeinsam die Erfolge feiern.
Die Emotionen und die Begeisterung, die an diesem Tag spürbar waren, zeigen, wie wichtig die Viehzucht in der Region ist. Es geht nicht nur um die Tiere, sondern um eine tief verwurzelte Tradition und das Erbe, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Es ist eine Lebensweise, die nicht nur mit der Landwirtschaft zu tun hat, sondern auch mit der Liebe zur Natur und den Tieren, die uns so viel geben.
Die Erfolge von Lore und Miranda sind nicht nur persönliche Triumphe, sondern auch ein Zeichen für die Zukunft der Braunviehzucht. Die nächste Generation steht bereit, die Tradition fortzuführen und vielleicht sogar neue Wege zu gehen. Die Geschichte der Eberl-Familie und ihrer Kühe ist noch lange nicht zu Ende erzählt.
