Am vergangenen Wochenende, genauer gesagt am 5. Mai, dem Weltinklusionstag, fand das POWERband FESTIVAL im Glenthof in Imst statt. Ein Event, das nicht nur die Straßen mit Musik füllte, sondern auch die Herzen der Menschen. Christoph „HOT!“ Heiß, der Initiator des Festivals, stand an der Spitze eines engagierten Teams, das sich der Förderung von Inklusion, gesellschaftlicher Offenheit und friedlichem Miteinander verschrieben hat. Das Festival hat es sich zum Ziel gesetzt, Barrieren abzubauen und eine Atmosphäre der Akzeptanz zu schaffen—ein Vorhaben, das in Zeiten zunehmender Polarisierung mehr denn je notwendig ist.

Das Programm war bunt und vielfältig. Ab 10 Uhr gab es ein Rahmenprogramm, das Familien und Kinder ansprach, mit Kindertheater, Tanzworkshops, einem Handwerksmarkt und Informationsständen, die nicht nur zum Staunen, sondern auch zum Mitmachen einluden. Ab 14 Uhr erlebte das Publikum dann ein musikalisches Feuerwerk mit verschiedenen Künstlern. Die Auftritte reichten von dem All India Quartett über das inklusive Ensemble UNIverse bis hin zum POWERband KOLLEKTIV. Ein echter Ohrenschmaus! Und mittendrin die zauberhafte Show von Magier Paul Sommersguter—eine perfekte Abrundung des Nachmittags.

Inklusion im Fokus

Ein besonders wichtiger Teil des Festivals war die Diskussionsrunde mit dem Titel „Inklusion – ja wenn’s leicht geht“. Hier kamen Vertreter aus Kultur, Sozialbereich und Interessenvertretungen zu Wort, darunter Mario Thaler und Max Silbernagl. Die Diskussion wurde barrierefrei gestaltet, was bedeutete, dass es eine Gebärdensprachdolmetscherin gab und Inklusionsschleifen für Hörgeräteträger bereitgestellt wurden. Diese Maßnahmen zeigten, wie ernst es den Veranstaltern mit der Umsetzung von Inklusion ist.

Das Festival ist ein Beispiel dafür, wie Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe gelebt werden können. Die Tänzerin Sohini Roychowdhury, die das Festival mit einem klassischen indischen Tanz eröffnete, sprach eindrücklich über die Bedeutung von Akzeptanz und Mitgefühl. Die inklusive Bayernband „Rotes Motorrad“ heizte die Stimmung weiter an, während der Pitztalchor und der kulturverbindende Chor „Grenzland“ das Publikum mit ihren Stimmen verzauberten. Ein weiteres Highlight war das offene Singen, das von Heike Henning und ihren Partnern organisiert wurde, was die Teilnehmenden dazu einlud, gemeinsam zu musizieren.

Ein gemeinsames Ziel

Ein emotionaler Höhepunkt des Abends war der gemeinsame Song „Gspiarn – eine Umarmung für den Frieden“. Die Stimmen von Marlon Falter, Kayla Krystin und Gregor Glanz schufen eine festliche Stimmung, die zum Mitsingen einlud. Bischof Hermann Glettler ließ es sich nicht nehmen, seine Verbundenheit mit dem Festival zu zeigen und feierte ausgelassen auf der Tanzfläche. Ein Bild des friedlichen Miteinanders, das die Vision von Christoph Heiß für ein internationales Netzwerk inklusiver Festivals widerspiegelt. Es geht darum, dass gesellschaftliche Teilhabe unabhängig von körperlichen Voraussetzungen, Herkunft oder Religion sein sollte—eine Botschaft, die durch das ganze Festival hindurch spürbar war.

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Inklusion ist ein Begriff, der in der heutigen Zeit eine immer wichtigere Rolle spielt. Er umfasst die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben, insbesondere von Menschen mit Behinderungen und Einwanderern. Der Diskurs hat sich in den vergangenen Jahren von einer Fokussierung auf Behinderung hin zu einem breiteren Verständnis von Vielfalt und Diversität verschoben. Es ist wichtig, dass Institutionen sich öffnen und an individuelle Bedürfnisse anpassen. Die UN-Behindertenrechtskonvention von 2006 fördert Inklusion und Teilhabe als menschenrechtliches Prinzip und zeigt auf, wie gesellschaftliche Teilhabe in verschiedenen Lebensbereichen verwirklicht werden kann.

Das POWERband FESTIVAL hat eindrucksvoll bewiesen, dass es möglich ist, eine Plattform zu schaffen, die Menschen zusammenbringt und die Idee der Inklusion lebendig werden lässt. Ein kulturelles Projekt, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt und den Dialog fördert. Für alle, die dabei waren, bleibt dieses Festival unvergesslich in Erinnerung – als ein Ort des Miteinanders, des Verständnisses und des Friedens. Mehr Informationen zu diesem Event und den Zielen des Festivals finden Sie in der Berichterstattung auf meinbezirk.at.