Revitalisierung des Inns in Zams: Naturraum für Flora und Fauna geschaffen
In Zams, einer charmanten Gemeinde am Inn, wurde ein umfassendes Revitalisierungsprojekt erfolgreich abgeschlossen. Der Fluss wurde auf rund 300 Metern Länge aufgeweitet und naturnah gestaltet. In der Zeit von November bis Mai, während der Niederwasserperiode, haben Bund, Land Tirol und die Gemeinde gemeinsam daran gearbeitet, einen neuen Naturraum zu schaffen. Ziel war es, mehr Raum für den Inn zu schaffen, Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu fördern und gleichzeitig einen attraktiven Naherholungsbereich zu gestalten. Bürgermeister Benedikt Lentsch freut sich über die positive Resonanz aus der Bevölkerung. Die Kosten für das Projekt lagen ursprünglich bei 1,6 Millionen Euro, tatsächlich wurden jedoch nur 1,2 Millionen Euro benötigt.
Die Finanzierung des Projekts erfolgte zu 68 % durch den Bund und zu 32 % durch das Land Tirol. LH-Stellvertreter Josef Geisler betonte, dass das Projekt nicht nur wasserbauliche Anforderungen erfüllt, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Ökologie und Naherholung leistet. Das Baubezirksamt Imst war federführend bei der Umsetzung und hat dafür gesorgt, dass der Flussraum um etwa 8.200 Quadratmeter erweitert wurde. Im Zuge der Arbeiten wurden 25.000 Kubikmeter Erdmaterial abgetragen, wodurch neue Wasserflächen, strukturreiche Uferzonen und vielfältige Lebensräume geschaffen wurden.
Lebensräume für Flora und Fauna
Besonders beeindruckend ist die Schaffung von Auentümpeln und die fischpassierbare Anbindung des Köllbachs. Diese Maßnahmen verbessern die natürliche Dynamik und Durchgängigkeit des Inns und erweitern die Lebensräume für die Fischfauna. Die Vielfalt an Lebensräumen spricht unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten an, darunter Amphibien, Insekten, Reptilien und Vögel. Solche Projekte sind entscheidend für den Erhalt der natürlichen Biodiversität.
Doch das ist nicht alles, was in der Region geschieht. Am 9. August starteten sieben Naturium Guides und Dorena Buchmeier, die Leiterin des Naturiums am Inn, zu einer Ausbildungswoche für die „Inn-Guides“ im Rahmen des Interreg-Projektes „INNsieme connect“ in die Schweiz. Diese Ausbildung, gemeinsam mit „Natopia“ durchgeführt, hat das Ziel, der durch Menschen geprägten Natur am Inn wieder mehr Natürlichkeit zurückzugeben. Die Guides sollen ihr neu erlerntes Wissen bei Veranstaltungen an die Bevölkerung weitergeben.
Einblicke in Revitalisierungsmaßnahmen
Die Gruppe war acht Tage lang am Alpenfluss Inn unterwegs, beginnend im Schweizer Engadin am Lunghinsee, der Quelle des Inn auf 2.490 m Höhe. Dabei lernten die Teilnehmer verschiedene Revitalisierungsmaßnahmen kennen, wie die erste große Revitalisierung in der Schweiz in der „Aue Panas-ch“. Aufgrund des Klimawandels sind Maßnahmen zur Wiederherstellung des Grundwasseranschlusses erforderlich geworden, da vermehrt Steinschläge und Erosion auftreten. In Serfaus war der Inn aufgrund fehlenden Geschiebes nur noch 4 m tief in das Flussbett eingegraben, was die Artenvielfalt beeinträchtigte. Hier war das Ziel der Renaturierung, Lebensräume für den Flussuferläufer und die deutsche Tamariske zu schaffen.
In der Milser Au, wo nur noch etwa 5 % der ursprünglichen Fläche des Auwaldes in Tirol erhalten sind, wurden Lebensräume für den Flussregenpfeifer, den Flussuferläufer und den Zwergrohrkolben geschaffen. In der Kranebitter Au und Gaisau, einem Altarm des Inns, sind nach Renaturierungsmaßnahmen insgesamt 140 Vogelarten nachweisbar. Diese Region ist zudem der einzige Rastplatz im Tiroler Inntal für Zugvögel.
In den Innauen Langkampfen fanden auch Unterrichtseinheiten wie Naturerlebnis und Methodik statt, einschließlich der spannenden Suche nach Wachteleiern, die von Kiesbrütern gelegt werden. Projekte wie diese sind nicht nur für die Natur von Bedeutung, sondern stärken auch das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung der Ökosysteme, die uns umgeben.
Für weitere Informationen über die Projekte und Aktivitäten am Inn können Sie die entsprechenden Seiten besuchen: MeinBezirk und Naturium am Inn.
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Ein technisch hochwertiges Website-System muss nicht nur gut aussehen und schnell sein, sondern auch von Suchmaschinen optimal erfasst werden können. Genau hier setzt die Umsetzung von Daniel Wom und VeloCore an – mit sauberem Code, strukturierten Daten und einer Architektur, die sowohl für Nutzer als auch für Suchmaschinen optimale Bedingungen schafft.
