Schülergruppe in Tirol nach Gewitter per Hubschrauber gerettet
Am Montag, den 22. Juni, fanden sich 18 Schülerinnen und Schüler aus Deutschland in einer brenzligen Situation wieder. Die Gruppe, bestehend aus drei Lehrkräften und Jugendlichen im Alter von 17 bis 19 Jahren, war im malerischen Riegetal im Gemeindegebiet von Jerzens unterwegs, als plötzlich das Wetter umschlug. Ein heftiges Gewitter überraschte die Wanderer, die auf einem rot markierten alpinen Wanderweg unterwegs waren. Die Tiroler Polizei bestätigte diesen Vorfall am Dienstagmittag.
Die Schüler und Lehrer mussten schnell handeln, als die Bedingungen gefährlich wurden. Auf der Suche nach Sicherheit fanden sie Zuflucht in einer Bergrettungshütte der Bergrettung Jerzens. Dort warteten sie zunächst, in der Hoffnung, dass die Regenschauer bald enden würden. Doch die unklare Wetterlage und der schlechte Mobilfunkempfang machten eine Rückkehr zu Fuß unmöglich. Um 18:00 Uhr sahen die Lehrkräfte schließlich keinen anderen Ausweg und setzten einen Notruf ab.
Rettung aus der Not
Die Bergrettung Jerzens war schnell zur Stelle und entschied sich, die Gruppe per Hubschrauber zu bergen, um sie vor den Gefahren des Gewitters zu schützen. Der Rettungshubschrauber Libelle kam zum Einsatz und flog die insgesamt 18 Personen unverletzt aus der Bergnot. Am Abend konnten die Schülerinnen, Schüler und Begleitpersonen in ihre Unterkunft im Hochzeigerhaus zurückkehren – ein glückliches Ende für alle Beteiligten!
Diese Situation ist kein Einzelfall in den Tiroler Alpen. In der Region Allgäu gab es zeitgleich mehrere Bergwacht-Einsätze wegen Wander-Unfällen und alpiner Notlagen. Ein Alpinist musste am 15. Juni im Rappenalptal geborgen werden, nachdem er im steilen Gelände ausgerutscht war. Auch am Gaisalpsee waren die Bergwachten und die Polizei im Einsatz, nachdem ein Einbruch in eine Berghütte gemeldet wurde.
Ein alarmierender Trend
Die Bergrettung ist in der Hochsaison ständig im Einsatz. Die Anzahl der Unfälle hat in dieser Saison drastisch zugenommen. Berichte aus den letzten Wochen zeigen, dass immer mehr Menschen in den Tiroler Alpen in Not geraten, oft weil sie schlecht vorbereitet sind oder sich selbst überschätzen. Ein Gespräch mit dem Tiroler Bergretter und Notfallmediziner Markus Isser verdeutlicht, wie wichtig es ist, gut auf solche Ausflüge vorbereitet zu sein.
Im Sommer 2025 starben bereits mehr als doppelt so viele Menschen in den Tiroler Alpen im Vergleich zum Vorjahr. In Italien kam es zwischen dem 21. Juni und dem 23. Juli 2025 zu mindestens 83 tödlichen Unfällen – eine erschreckende Statistik, die zeigt, wie gefährlich die Berge sein können, insbesondere für diejenigen, die die Witterungsbedingungen oder ihre eigenen Fähigkeiten falsch einschätzen.
Die Ereignisse rund um die Gruppe aus Deutschland sind ein eindringlicher Reminder, dass die Natur in den Bergen unberechenbar sein kann. Planungen, die im Sonnenschein beginnen, können schnell in eine Notlage führen, wenn das Wetter umschlägt. Daher ist es ratsam, sich vor einer Wanderung über die Wetterbedingungen zu informieren und stets auf mögliche Gefahren vorbereitet zu sein.
Für weitere Informationen und Details zu diesem Vorfall kann der Artikel auf Allgäuer Zeitung nachgelesen werden.
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